Der russische Angriff auf die Ukraine bringt Millionen Menschen furchtbares Leid. Viele Menschen fliehen. Die EU und die Bundesregierung haben ein massives Sanktionsprogramm für Russland aufgelegt. Das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung arbeitet zu den wirtschaftlichen Folgen der Krise und zur Migration und trägt damit zur öffentlichen Debatte bei. Die Ergebnisse stellen wir auf dieser Sonderseite zusammen.

Achim Wambach
ZEW-Präsident

Prof. Achim Wambach

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Der Krieg zerstört viele Illusionen. Souveränität, internationale Zusammenarbeit und Versorgungssicherheit müssen neu gedacht werden. Zunächst muss aber alles dafür getan werden, dass die Kampfhandlungen ein Ende finden.

Kalter Krieg Reloaded

Kommentar

Die Resilienz von Arbeit in Zeiten des Krieges

In Folge des Kriegs in der Ukraine und der westlichen Sanktionen gegen Russland steigen die Energie- und Rohstoffpreise. Der tägliche Einkauf kostet mehr, die Ölrechnungen schnellen nach oben, ebenso wie die Inflationsprognosen. Unternehmen etwa der Chemie- und Logistikbranche, die direkt von den Preiserhöhungen bei Gas, Öl und anderen Rohstoffen betroffen sind, überarbeiten ihre Geschäftsmodelle. Zwar sinken die Arbeitskosten bei unerwartet höheren Inflationsraten und nominal konstanten Löhnen. Dies wirkt temporär stabilisierend. Auch wird mehr Arbeit in der Rüstungsindustrie, beim Sparen von Energie und bei alternativen Energien eingesetzt. Jedoch könnte die gesamtwirtschaftliche Güternachfrage zurückgehen. Denn auch die Menschen beginnen zu überlegen, welche Güter sie vorrangig benötigen, und auf welche sie eher verzichten können, sollten die Preissteigerungen andauern.

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Kommentar

„Bundeswehr braucht mehr Zentralisierung und mehr Freiheiten bei der Beschaffung“

Die Koalition hat sich darauf verständigt, dass die Bundeswehr zur Erfüllung ihrer NATO- und gesetzlichen Aufgaben zügig modernisiert werden muss. Deshalb hat der Deutsche Bundestag zusätzliche Mittel in Höhe von 100 Mrd. Euro allein für die Beschaffung von Rüstungsgütern bereitgestellt. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat dabei zwei Engpässe ausgemacht: EU-weite Ausschreibungspflichten sind zeitaufwändig und interne Beschaffungsprozesse zu bürokratisch. ZEW-Beschaffungsexperte Leonardo Maria Giuffrida, PhD, Leiter der ZEW-Nachwuchsforschungsgruppe Öffentliche Beschaffung erklärt, worauf sich die Bundeswehr konzentrieren sollte.

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Migration und Gesellschaft

Forschung

Migrationsschub aus Russland zu erwarten

Mehr als 4,6 Millionen Menschen sind seit Kriegsbeginn aus der Ukraine geflohen. Als Folge der Invasion fliehen auch immer mehr Menschen aus Russland. Die Gründe dafür dürften in der eingeschränkten Meinungsfreiheit, Angst vor politischer Verfolgung oder vor Einzug zum Militärdienst sowie in der schlechten ökonomischen Perspektive liegen. Der Unterschied zwischen den derzeitigen russischen Migranten/-innen, die in die Nachbarländer auswandern, und den Geflüchteten aus der Ukraine besteht darin, dass die russische Auswanderungsgruppe überdurchschnittlich gut gebildet ist. Diese umfasst beispielsweise Spezialkräfte aus der IT-Branche und anderen kreativen Wirtschaftszweigen, die meist über Fremdsprachkenntnisse verfügen.

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Forschung

Geflüchtete brauchen schnell psychologische Hilfe

Über zwei Millionen Menschen fliehen bisher vor Krieg und Gewalt aus der Ukraine, allen voran Frauen und Kinder. Sie haben Unvorstellbares im Krieg und auf der Flucht erlebt, deswegen benötigen sie neben medizinischer auch psychologische Hilfe nach der Aufnahme in Deutschland. ZEW-Forschende haben hierfür eine Übersicht auf Basis von Google Maps bereitgestellt, um schnell einen bestmöglichen Zugang zu psychologischer Betreuung zu ermöglichen.

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Kommentar

ZEW-Ökonom Guido Neidhöfer: Integration gelingt mit Kitas besser

Europa zeigt sich im Ukraine-Krieg geschlossen und solidarisch mit den Flüchtenden. In Deutschland gelingt ihre Aufnahme schnell und unbürokratisch. Bei allen offenen Fragen ist jedoch nicht absehbar, wie lange sie Schutz bedürfen werden. Im Falle, dass sie nicht so bald in ihre zerstörte Heimat zurückkehren können, sind Strategien für eine erfolgreiche Integration notwendig. Studien des ZEW Mannheim belegen, dass die Integration noch kleiner Kinder besonders hilfreich für die der gesamten Familie sein kann.

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Kommentar

Engagement verbessert die Lebenssituation von Geflüchteten

Mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine befinden sich derzeit auf der Flucht gen Westen. Um sie mit dem Nötigsten zu versorgen, organisieren zahlreiche Ehrenamtliche in Osteuropa und Deutschland kurzfristig Hilfslieferungen und Unterkünfte. Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Unterstützung von Geflüchteten erklärt Paul Berbée, Wissenschaftler in der Nachwuchsforschungsgruppe „Integration von Migranten/-innen und Einstellungen zum Sozialstaat“.

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Neuausrichtung der Energiewende

Streitgespräch

Energieembargo gegen Russland

Lieferstopp für russische Energie als Sanktion – kann sich Deutschland das leisten? Hierzu diskutieren der Bonner Ökonom Prof. Dr. Moritz Schularick und ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD, im Handelsblatt (ein Auszug aus dem Handelsblatt-Interview vom 22. März 2022).

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Unternehmen, Sanktionen und Kapitalmärkte

Forschung

Weniger Wirtschaftswachstum in Deutschland erwartet

Die deutsche Wirtschaft wächst schleppend – und das auch in den kommenden Jahren. Laut Einschätzung der vom ZEW Mannheim befragten Finanzmarktexperten/-innen werden niedrigere, aber stabile jährliche Wachstumsraten zwischen 2,0 und 2,5 Prozent für 2022 bis 2024 erwartet. Gründe für dieses gehemmte Wachstum sind Energiepreise, Rohstoffknappheit und Unterbrechungen in den Lieferketten, aber auch die neue geopolitische Lage, hervorgerufen durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine. So revidieren die Experten/-innen ihre BIP-Prognosen für 2022, 2023 und darüber hinaus mehrheitlich nach unten. Einzelne Wirtschaftszweige sind dabei in Deutschland mit Blick auf die kommenden 5 Jahre unterschiedlich schwer von der geopolitischen Situation betroffen: Fahrzeugbau, Chemie/Pharma, Stahl/Nichteisen-Metalle und Maschinenbau dürfte es laut Experten/-innen am härtesten treffen.

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Kommentar

„Wendepunkt für die Haushaltspolitik in Deutschland“

Die europäischen Staaten haben sich wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine auf ein ganzes Bündel an Sanktionen geeinigt. Welche fiskalischen Folgen der Ukraine-Krieg birgt, erläutert Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim.

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Kommentar

„Russland-Aktiva und der Rubel sind jetzt Ramsch geworden“

Der Rubel ist auf ein Rekordtief infolge westlicher Sanktionen gerutscht. Die russische Zentralbank reagiert mit einer drastischen Zinserhöhung. Der Leitzins steigt von 9,5 auf 20 Prozent. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim, kommentiert dies.

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Fokus auf Baden-Württemberg

In Kürze finden Sie hier aktuelle Forschung.

Unsere Expertinnen und Experten am ZEW

Themen

Energieversorgung, wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheitsversorgung

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Schulden, Finanzpolitik, Remittances, Eurasische Zollunion, Wiederaufbau, Spenden

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Cybersicherheit, Digitale Souveränität

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Öffentliche Beschaffung, Wohnraumvermittlung für Flüchtlinge

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Gesamtwirtschaftliche Folgen des Krieges, Inflation, Europäische Verteidigungspolitik, Verteidigungskosten, Verschuldung/Schuldenbremse

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Bildung, Kinderbetreuung

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Strommarkt

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Gesundheitsversorgung

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ZEW-Finanzmarkttest, Konjunktur, Finanzmärkte

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Zuwanderung, Integration

10.05.2022
#ZEWlive

War in Ukraine and the Economic Consequences

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat zu einer schweren humanitären Krise geführt. Gleichzeitig sind die  wirtschaftlichen Auswirkungen enorm. Wir freuen uns, am 10. Mai um 12:00 Uhr den amerikanischen Generalkonsul in Frankfurt, Norman Thatcher Scharpf, in einer neuen Ausgabe unserer digitalen Reihe #ZEWlive zu begrüßen. Er wird mit ZEW-Präsident Achim Wambach über die Herausforderungen für die europäische und die globale Wirtschaft sprechen. Die englischsprachige Veranstaltung wird von der Journalistin Jessica Sturmberg moderiert.

Weitere Informationen

ZEW-Stellenangebote für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Ukraine

Informationen zur Karriere am ZEW

Hilfe für die Ukraine

An dieser Stelle möchten wir auf Hilfsaktionen und nützliche Informationen aufmerksam machen, welche die Menschen in Not unterstützen:

PR-Kontakt

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Ruprecht.Hammerschmidt@zew.de