Das ZEW erhebt seit 1993 jährlich Daten zum Innovationsverhalten der deutschen Wirtschaft. Die Umfragen erfolgen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Sie liefern wichtige Informationen zur Einführung neuer Produkte, Dienstleistungen und Verfahren in Unternehmen, den Aufwendungen für Innovationen, und den Erfolg, den Unternehmen mit neuen Produkten, neuen Dienstleistungen und verbesserten Verfahren erzielen. Außerdem geben die Umfrage Auskunft über die Faktoren, die die Zukunftsinvestitionen der Unternehmen befördern und behindern. Die ZEW-Innovationserhebung legt eine wichtige Grundlage zur Beurteilung der technologischen Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Die Umfragen werden in Zusammenarbeit mit infas Institut für Angewandte Sozialwissenschaft durchgeführt. Seit dem Jahr 2005 ist auch das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung an der Durchführung der deutschen Innovationserhebung beteiligt.

Die ZEW-Innovationserhebung wird jährlich durchgeführt und ist als Panelerhebung konzipiert ("Mannheimer Innovationspanel" - MIP). Die ZEW-Innovationserhebungen sind alle zwei Jahre der deutsche Beitrag zu den Community Innovation Surveys (CIS) der Europäischen Kommission. Übersicht und Download der CIS-Ergebnistabellen. 

ZEW-Innovationserhebung 2020

Inhalt

Innovationstandort Deutschland: Bleibt die deutsche Wirtschaft auf Innovationskurs?

Die Innovationsausgaben sind im Jahr 2019 weiter angestiegen. Sie erreichten mit 176,9 Mrd. Euro ein Rekordhoch. Allerdings blieb der Zuwachs leicht hinter den Erwartungen aus dem Vorjahr zurück. Insbesondere im Dienstleistungssektor wurden die Ausgaben für Innovationen erneut kräftig erhöht. Insgesamt wurde der Anstieg der Innovationsausgaben im Wesentlichen von den Großunternehmen getragen. Die Innovationsbeteiligung verzeichnet ebenfalls einen Zuwachs: Der Anteil an Unternehmen mit kontinuierlicher Forschung und Entwicklung (FuE) erreichte mit 10,9 Prozent einen Höchststand. Im Gegensatz dazu sind Investitionen im Zusammenhang mit Innovationsvorhaben eingebrochen. Deutsche Unternehmen verzeichnen im Jahr 2019 einen Rückgang bei ihrem Umsatz mit Produktinnovationen. Insgesamt erzielten sie einen Umsatz von 744 Mrd. Euro – mehr als 6 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Zeitraum 2017 bis 2019 haben 46,0 Prozent der Unternehmen in Deutschland merkliche Änderungen an ihrem Geschäftsmodell vorgenommen. Die häufigste Geschäftsmodellinnovation betraf die Einbeziehung neuer Lieferanten oder Kooperationspartner. Innovationen im Kernbereich des Geschäftsmodells fanden eher selten statt. Insgesamt ist die Digitalisierung von Geschäftsmodellen weit vorangeschritten.

Über die ZEW-Innovationserhebung

  • Seit 1993 erhebt das ZEW jährlich Daten zum Innovationsverhalten der deutschen Wirtschaft
  • Die Innovationserhebung wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und  Forschung (BMBF) durchgeführt
  • Kooperationspartner sind das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) sowie das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
  • Die Ergebnisse der Innovationserhebung werden aktuell für 47 Branchengruppen dargestellt

Weitere Ausgaben

Im Rahmen der ZEW-Innovationserhebungen erfolgt ergänzend für 47 Branchen eine gesonderte Auswertung, deren Ergebnisse in Form der Branchenreports Innovationen publiziert werden.

Methodische Hinweise sowie Ergebnisse zu ausgewählten Fragestellungen:

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