02.06.2020 · ZEW ()
Forschung
Corona-Virus | Eltern | Geschlechterdiskriminierung | Mutterschaft | Kinderbetreuung
ZEW-Kurzexpertise zeigt, dass Homeoffice in der Corona-Krise einen Einfluss auf die Aufgabenverteilung in Familien hat.
Der Lockdown zur Eindämmung von Covid-19 kann eine Verstärkung von traditionellen Rollenmustern in Familien zur Folge haben. Zwar bietet Homeoffice Müttern die Chance, ihre Arbeitszeit aufzustocken. Gleichzeitig müssen sie aber auch mehr Haushalts- und Erziehungsarbeit übernehmen – vor allem, wenn die Väter nicht von zu Hause aus arbeiten können. In etwa 30 Prozent der Haushalte sind Väter beruflich flexibler als Mütter und könnten daher mehr Zeit für die Kindererziehung und den Haushalt aufwenden. In der Mehrzahl der Familien kommt allerdings Mehrarbeit auf Frauen zu. Das geht aus einer aktuellen Kurzexpertise des ZEW Mannheim hervor.
02.06.2020 · ZEW ()
Forschung
Geburtenrate | Familie | Familienplanung | Familienpolitik | Kinderbetreuung | Mutterschaft | Frauenerwerbstätigkeit
Die Geburtenrate in Frankreich war aufgrund der ausgebauten Kinderbetreuung um circa 50% höher als in Deutschland.
Frankreich hatte in den 1990er und 2000er Jahren eine um etwa 50 Prozent höhere Geburtenrate als Deutschland. Gleichzeitig war in Frankreich ein höherer Anteil an Frauen in Vollzeit erwerbstätig. Während Frankreich viel Geld in Kinderbetreuung investierte, mussten sich Frauen in Deutschland oft zwischen Kind und Karriere entscheiden. Denn gerade Frauen mit Universitätsabschluss und hohem Einkommen bekamen in Deutschland weniger Kinder und schoben die Familienplanung oft auf. Frauen in Frankreich bekamen mehr Kinder und fingen zwischen den Geburten häufiger wieder an zu arbeiten. Das zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim in Zusammenarbeit mit der Copenhagen Business School und der Universität Straßburg.
29.05.2020 · ZEW ()
Forschung
Selbstständige | Digitalisierung | Corona-Virus | Krisenbewältigung
ZEW-Kurzexpertise über die Erkenntnisse einer Befragung von Soloselbstständigen über die Auswirkungen der Corona-Krise.
Die Corona-Pandemie hinterlässt deutliche Spuren in der Wirtschaft. Soloselbstständige trifft es dabei besonders hart. Eine ZEW-Kurzexpertise liefert auf Basis einer Befragung von über 16.000 Soloselbstständigen Erkenntnisse, wie stark diese in Deutschland von der Corona-Pandemie betroffen sind und inwieweit die Digitalisierung ihnen hilft, die Krise zu bewältigen.
28.05.2020 · ZEW ()
Forschung
Corona-Virus | Gesellschaftliche Normen und Sozialkapital; Soziale Netzwerke | Europa | Deutschland
Länder mit einem höheren gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein haben weniger Corona-Virus-Fälle.
Covid-19 breitet sich in Regionen mit einem höheren gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein langsamer aus als in Gegenden, in denen das Gemeinwohl weniger wichtig ist. Dieser Zusammenhang zwischen sozial verantwortlichem Handeln und der Ausbreitung des Virus zeigt sich nicht nur in Deutschland, sondern etwa auch in Italien oder Schweden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie eines Teams von ZEW-Wissenschaftlern in Kooperation mit den Universitäten Mannheim und Bonn.
26.05.2020 · ZEW ()
China Economic Panel
China Economic Panel | China | Greater China | Konjunkturprognose | Konjunkturindikator | Konjunkturumfrage
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für China sinken im Mai wieder und verdeutlichen damit die bleibende Unsicherheit.
In der aktuellen Umfrage im Mai (11.05. – 20.05.2020) geht der CEP-Indikator um 21,7 Punkte auf einen Wert von 14,8 Punkten zurück. Damit wird der Anstieg des Vormonats, der 25,4 Punkte betrug, zum größten Teil wieder zurückgenommen. Der CEP-Indikator, der auf Basis des China Economic Panel (CEP) in Kooperation mit der Fudan Universität, Shanghai, erhoben wird, gibt die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten/-innen für China auf Sicht von zwölf Monaten wieder.
25.05.2020 · ZEW ()
Forschung
Corona-Virus | Europäische Union
Im simulierten Merkel-Macron-Modell des ZEW war Polen in Relation zur eigenen Wirtschaftsleistung größter Nettozahler.
Italien kann durch einen mit 500 Milliarden Euro dotierten Recovery Fund mit Netto-Finanzhilfen in einer Größenordnung von allenfalls 26 Milliarden Euro rechnen. Deutschlands Netto-Belastung könnten zwischen 23 und 38 Milliarden Euro betragen. Größter Nettozahler in Relation zur eigenen Wirtschaftsleistung kann Polen mit einem Beitrag von 10,4 Milliarden Euro werden. Dies sind die Ergebnisse einer Simulation des ZEW Mannheim zum europäischen Recovery Fund, wie er von Angela Merkel und Emmanuel Macron vorgeschlagen worden ist.
19.05.2020 · ZEW ()
Forschung
Business Angels | Junge Unternehmen | High-Tech-Gründungen | Gründungsgeschehen | Unternehmensgründung | Corona-Virus
Junge Unternehmen sind meist auf Investoren oder Fonds angewiesen, da Banken das Verlustrisiko scheuen.
Junge innovative Unternehmen, die auf die Vermarktung von neuen, bisher unbekannten Produkten oder Dienstleistungen setzen, haben es oft schwer, ihren Start in den Markt zu finanzieren. Der Weg über die klassische Darlehensfinanzierung ist ihnen meist verstellt, da den Banken ein Engagement zu riskant ist und die nötigen Sicherheiten fehlen. So sind diese Unternehmen auf Investoren oder Fonds angewiesen, die eine Beteiligung an den jungen Unternehmen wagen, und am Erfolg der Unternehmen durch Gewinnbeteiligung oder, häufiger noch, am Veräußerungserlös ihrer Beteiligung verdienen. Im Falle des Misserfolgs haben die Investoren u.U. den Totalverlust ihrer Investition zu tragen.
19.05.2020 · ZEW ()
ZEW-Konjunkturerwartungen
ZEW-Konjunkturerwartungen | Konjunkturumfrage | Konjunkturindikator | Konjunkturforschung | Konjunkturprognose | Deutschland | Europa
Trotz der Steigung des ZEW-Indikators, hat sich die konjunkturelle Lage für Deutschland verschlechtert.
Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im Mai 2020 zum zweiten Mal in Folge an. Sie liegen nun bei 51,0 Punkten, 22,8 Punkte höher als im Vormonat. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich jedoch weiter leicht verschlechtert. Der Lageindikator beträgt in der aktuellen Umfrage minus 93,5 Punkte, dies ist ein Rückgang um 2,0 Punkte.
14.05.2020 · ZEW ()
Kommentar
Öffentlicher Haushalt | Steuerschätzung | Deutschland | Steuerpolitik
ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann schätzt Steuerausfälle als ein automatisches Konjunkturprogramm ein.
Unter dem Eindruck der Corona-bedingten schweren Rezession hat der „Arbeitskreis Steuerschätzungen“ seine neuen Prognosen vorgelegt. Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden werden demnach gegenüber den bisherigen Erwartungen alleine in diesem Jahr um 98,6 Milliarden Euro niedriger ausfallen. Für die Jahre 2020 bis 2023 wurden die erwarteten Einnahmen um zusammen 315,9 Milliarden Euro herunter korrigiert. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim, kommentiert.
05.05.2020 · ZEW ()
Kommentar
EZB | Öffentliche Anleihe | Staatsanleihe | Geldpolitik (Ziele, Instrumente, Auswirkungen)
ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann nimmt Stellung zum BVerfG-Urteil zum EZB-Kaufprogramm
Das Bundesverfassungsgericht hat heute das mit Spannung erwartete Urteil zum „Public Sector Purchase Programme“ (PSPP) der Europäischen Zentralbank (EZB) verkündet. Karlsruhe sieht die Entscheidung der EZB zur Errichtung des PSPP als Kompetenzüberschreitung an, weil die EZB keine ausreichende Überprüfung der Verhältnismäßigkeit vorgenommen hat. Wenn diese Prüfung nicht innerhalb von drei Monaten erfolgreich vorgenommen wird, ist der Bundesbank eine weitere Mitwirkung am PSPP untersagt. Prof.  Dr.  Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft" am ZEW Mannheim, nimmt dazu Stellung.

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