1. 20.03.2000 · ZEW (ggu/kvs)
    Forschung
    Steuerreform | Wettbewerbsfähigkeit

    Die von der Bundesregierung geplante Steuerreform greift zu kurz. Sie soll, so die Absicht der Regierenden in Berlin, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen stärken und den Standort Deutschland für in- und ausländische Investoren attraktiver machen. Berechnungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Universität Mannheim zeigen indessen: Die Steuerentlastung der Unternehmen verbessert zwar deren Wettbewerbsfähigkeit, fällt insgesamt aber zu gering aus. Vor allem anlageintensive Unternehmen und solche, die ihren Gewinn ausschütten, profitieren wenig von der steuerlichen Entlastung. Darüber hinaus verursacht die geplante Reform neue Verzerrungen und Abgrenzungsprobleme, die das deutsche Steuersystem noch komplizierter machen, als es ohnehin bereits ist. Anlass zur Kritik gibt auch die Tatsache, dass die Rechtsformabhängigkeit der Unternehmensbesteuerung, die ursprünglich durch die Reform gemildert werden sollte, noch verstärkt wird und dass die Schaffung eines europatauglichen Körperschaftsteuersystems durch Einführung des Halbeinkünfteverfahrens neue, europarechtlich bedenkliche Regelungen mit sich bringt. Insgesamt ist daher fraglich, ob das Steuersenkungsgesetz in seiner vorliegenden Form seine zentralen Ziele erreichen kann.

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  2. 14.03.2000 · ZEW (dcz/kvs)
    Forschung
    Ostdeutschland | Innovationstätigkeit | produktionsnahe Dienstleister

    Die Innovationsaktivitäten des ostdeutschen Dienstleistungssektors insgesamt und insbesondere auch die der produktionsnahen Dienstleistungen nähern sich westdeutschen Strukturen an. Eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, zeigt aber, dass ostdeutsche Dienstleister nach wie vor Probleme haben, für die von ihnen angebotenen innovativen Leistungen auch Kunden zu finden.

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  3. 28.02.2000 · ZEW (geb/kvs)
    Forschung
    Fachkräftemangel | Innovationstätigkeit

    Trotz der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit besteht in Deutschland großer Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften. Bei jedem siebten Dienstleister behindert der Mangel an geeignetem Fachpersonal die Innovationsaktivitäten. Das heißt die Einführung neuer Produkte oder Produktionsprozesse wird verzögert oder verhindert, was die Wettbewerbsfähigkeit erheblich beeinträchtigt. Die Bedeutung des Fachpersonalmangels hat sich dabei in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent erhöht: Noch 1997 schränkte er nur bei jedem zehnten Unternehmen die Innovationsaktivitäten ein.

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  4. 10.02.2000 · ZEW (jko/kvs)
    Forschung
    Portofolioinvestition | Osteuropa | Kapitalmarkt | Mitteleuropa

    Die Kapitalmärkte der ehemals kommunistischen Länder Mittel- und Osteuropas entwickeln sich in Richtung westlicher Standards, allerdings in unterschiedlichem Tempo. Ungarn, Polen und Estland sind in den Augen westlicher Portfoliomanager am weitesten im Reformprozess vorangeschritten. Dagegen hat die Tschechische Republik und in noch stärkerem Maße Russland noch einiges nachzuholen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, hervor.

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  5. 24.01.2000 · ZEW (jko/kvs)
    Forschung
    Osteuropa | Kapitalismus

    Osteuropa ist im Kommen. Dies jedenfalls sagen Finanzmarktexperten in einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

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  6. 19.01.2000 · ZEW (uka/sel)
    Forschung
    Nachfrageschwankungen | unternehmensnahe Dienstleister | Umsatzwachstum

    Das Jahr 1999 hat für die unternehmensnahen Dienstleister einen äußerst versöhnlichen Abschluss genommen: Mit einer saisonbereinigten jährlichen Umsatzwachstumsrate von 4,9 Prozent im letzten Quartal 1999 orientiert sich die Konjunktur der unternehmensnahen Dienstleister nun wieder in Richtung der Spitzenwerte von Mitte 1998. Damals lag die saisonbereinigte jährliche Umsatzwachstumsrate bei 5,4 Prozent.

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  7. 14.01.2000 · ZEW (vst/kvs)
    Forschung
    Frühverrentung | Tariffonds

    Gutachten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zu Beschäftigungseffekten von Frühverrentung. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, hat die Kosten und die Beschäftigungseffekte einer "Rente mit 60" untersucht. Der Finanzbedarf für einen gesamtwirtschaftlichen Tariffonds beträgt etwa 60 Milliarden DM. Die Beschäftigungseffekte sind dagegen gering. Es werden nur 10 000 bis 50 000 Stellen insgesamt über einen Zeitraum von 10 Jahren für Arbeitssuchende frei.

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  8. 13.01.2000 · ZEW (gli/kvs)
    Forschung
    Internationalisierung | Technologie

    Auf einer Pressekonferenz in London präsentierten am gestrigen Abend das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und die London Business School (LBS) die Ergebnisse ihrer Studie zur schnellen Internationalisierung von Unternehmensgründungen in Deutschland und Großbritannien.

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  9. 21.12.1999 · ZEW (wbr/kvs)
    Forschung
    Erneuerbare Energien | Netzbetreiber | Stromeinspeisungsgesetz

    Der Gesetzesentwurf der Regierungsfraktionen für ein Erneuerbare-Energien-Gesetz greift viele Kritikpunkte der Erneuerbare-Energien-Verbände und der Energieversorgungsunternehmen gegen das geltende Stromeinspeisungsgesetz auf. Sowohl aus ordnungspolitischer Sicht als auch vor dem Hintergrund europarechtlicher und verfassungsrechtlicher Bedenken kann es sich bei einer entsprechenden Umsetzung des derzeitigen Entwurfs jedoch nur um eine Übergangslösung handeln.

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  10. 21.12.1999 · ZEW (tbu/rhe/rsw/tst/kvs)
    Forschung
    European Tax Ananlyzer | Steuerreform | Bundesregierung

    Am 21. Dezember 1999 hat die Bundesregierung die Eckwerte für ihr "Steuerreformpaket 2000" verkündet. Danach sollen zusätzliche Investitionsanreize geschaffen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschlands gesichert werden. Konkret ist für Kapitalgesellschaften vorgesehen, zum 1. Januar 2001 den gespaltenen Körperschaftsteuersatz für einbehaltene (bisher 40 Prozent) und ausgeschüttete Gewinne (bisher 30 Prozent) zu vereinheitlichen und auf 25 Prozent zu reduzieren. Das Vollanrechnungsverfahren wird abgeschafft und durch ein sogenanntes Halbeinkünfteverfahren ersetzt, wonach Dividenden zur Milderung der Doppelbesteuerung mit Einkommen- und Körperschaftsteuer nur noch zur Hälfte in die einkommensteuerliche Bemessungsgrundlage einbezogen werden. Die wesentlichen zur Gegenfinanzierung bekanntgewordenen Maßnahmen sehen eine Reduktion der degressiven Abschreibungsprozentsätze für bewegliche Wirtschaftsgüter (z.B. Maschinen) von 30 auf 20 Prozent und für Gebäude von vier auf drei Prozent vor.

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