Ziel des Projekts ist es, die langfristigen und generationsübergreifenden Folgen wirtschaftlicher Umbrüche auf die Humankapitalbildung empirisch zu analysieren. Die Bildung von Humankapital wird als Schlüsselmechanismus gesehen, um die individuelle Arbeitsmarkt- und Lebenschancen sowie die soziale Mobilität zu erhöhen. Bildungsinvestitionen gelten zudem als ein wichtiger Faktor der sozioökonomischen Entwicklung. Wirtschaftliche Umbrüche, etwa gesamtwirtschaftliche Rezessionen, Corona bedingte Schulschließungen oder familiäre Einkommensschocks können jedoch effiziente und gerechte Investitionen in Bildung beeinträchtigen. Private und staatliche Versicherungsmechanismen um Humankapitalinvestitionen vor Shocks abzusichern, wie öffentliche Bildungsmaßnahmen, elterliche Zeitallokation und Migrationsentscheidungen, spielen daher eine wichtige Rolle. In dem Projekt sollen mögliche Auswirkungen der Corona Pandemie auf Bildung und soziale Ungleichheit sowie der Effekt von Migrationsentscheidungen der Eltern auf die Humankapitalbildung ihrer Kinder analysiert werden. Das Projekt beteiligt sich ferner an Analysen der Wirksamkeit von bildungs- und sozialpolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der negativen Auswirkungen wirtschaftlicher Umbrüche auf das Humankapital. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die wissenschaftliche und öffentliche Debatte über die mittel- und langfristigen Folgen wirtschaftlicher Umbrüche auf die Bildung von Humankapital mit evidenzbasierten Analysen und Handlungsempfehlungen zu untermauern.

Ausgewählte Publikationen

Beiträge in referierten Fachzeitschriften

Corneo, Giacomo und Guido Neidhöfer (2021), Income Redistribution and Self-Selection of Immigrants, Journal of Public Economics 198, 104420. Download

Discussion Papers und Working Papers

Neidhöfer, Guido, Matías Ciaschi, Leonardo Gasparini und Joaquín Serrano (2021), Social Mobility and Economic Development, ZEW Discussion Paper No. 21-087, Mannheim. Download