Wirtschaftsforschung und Klimapolitik greifbar machen

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ZEW-Team besucht Ludwigshafener Wirtschaftsschule

Warum ist die Zusammenarbeit in der internationalen Klimapolitik so wichtig – und warum erscheint sie in der Praxis so kompliziert? Diese Frage erläuterten die ZEW-Wissenschaftler/innen Dr. Marc Frick und Dr. Madeline Werthschulte aus dem Forschungsbereich „Umwelt- und Klimaökonomik“ am 5. Oktober 2022 in der Berufsbildenden Schule (BBS) Wirtschaft I in Ludwigshafen. Beim von der BBS ausgerichteten internationalen Begegnungsprojekt „Global Days“ zum Thema Energiekrise und Klimawandel erarbeiteten die ZEW-Forschenden gemeinsam mit rund 70 Jugendlichen aus mehreren europäischen Ländern konkrete Antworten und Lösungsvorschläge in Form eines Spiels zu öffentlichen Gütern.

Das Spiel macht das Dilemma der Klimaverhandlungen für die Schüler/innen durch eine real nachvollziehbare Situation deutlich greifbar und anschaulich. Die Jugendlichen können sich im spielerischen Experiment entscheiden, ob sie fiktives Geld selbst behalten oder einem gemeinsamen Konto gutschreiben. Das Gemeinschaftskonto kommt nach Abschluss der Verhandlungen allen Mitspielenden zugute. Würden alle Beteiligten in das Gemeinschaftskonto einzahlen, wäre dies für Alle profitabler, da das Gemeinschaftskonto besser verzinst würde. In solchen Spielen wird jedoch meistens diese sozial optimale Lösung nicht erreicht, da die meisten Spieler/innen zunächst ihren eigenen Gewinn maximieren, also das Geld selbst behalten und als „Trittbrettfahrer/in“ von den Einzahlungen der anderen Teilnehmenden in das Gemeinschaftskonto profitieren, so auch bei der BBS. Im Anschluss wurden die Parallelen des Spiels mit den Klimaverhandlungen sowie mögliche Lösungen diskutiert.

Den „Global Days“ an der BBS vorausgegangen war ein Besuch der Schule im Sommer am ZEW Mannheim, bei dem sich Schüler und Schülerinnen ausgiebig über die Arbeit des Wirtschaftsforschungsinstituts informierten.