1. 17.09.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Euroraum

    Die Kreditzinsen für hoch verschuldete Mitglieder der Eurozone sind seit der Verkündung des "Outright Monetary Transactions" (OMT)-Programms der Europäischen Zentralbank auf ein Niveau gesunken, das in keiner Weise durch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten dieser Staaten gerechtfertigt ist. Auch wenn die Senkung der Zinsen eine durchaus hilfreiche Entlastung für viele EU-Staaten darstellt, birgt die Zerschlagung der Disziplin an den Kapitalmärkten doch erhebliche Risiken.

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  2. 13.08.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Griechenland

    Nach den dramatischen Verhandlungen über die Zukunft Griechenlands ist beschlossen worden, ein neues Hilfsprogramm auf den Weg zu bringen. Was bedeutet das für die Zukunft der Eurozone insgesamt?

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  3. 09.06.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt

    Mit Jahresbeginn wurde der Mindestlohn in Deutschland eingeführt. Zeit also für eine erste Bestandsaufnahme. Hat die gesetzliche Lohnuntergrenze tatsächlich Arbeitsplätze vernichtet, so wie viele Kritiker befürchtet haben? Auf den ersten Blick sind die Zahlen blendend. Der Arbeitsmarkt brummt, die Zahl der Arbeitslosen ist im April auf 2,84 Millionen gesunken. Arbeitsministerin Andrea Nahles hat daher verkündet, die Kritiker des Mindestlohnes hätten sich geirrt. Bei näherem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass die Entwarnung voreilig sein könnte.

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  4. 12.05.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Bundesregierung

    Es ist zu begrüßen, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine Expertenkommission beauftragt hat, Vorschläge für die Stärkung von Investitionen in Deutschland zu machen. Ob es in Deutschland wirklich eine signifikante Investitionslücke gibt, ist zwar umstritten, die große Bedeutung privater und öffentlicher Investitionen für die wirtschaftliche Zukunft liegt aber auf der Hand. Der Bericht, den die Expertenkommission jetzt vorgelegt hat, ist allerdings enttäuschend.

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  5. 08.04.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    ZEW-Präsident | Griechenland

    Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und seine Partei Syriza sind angetreten, um die europäische Politik zur Überwindung der Schuldenkrise grundlegend zu verändern. Mittlerweile sieht es so aus, als wären die einzigen Veränderungen ein beschleunigter wirtschaftlicher Absturz Griechenlands und ein Staatsbankrott, verbunden mit einem Ausscheiden aus der Währungsunion. Die Bereitschaft der anderen Euro-Staaten, Griechenland entgegenzukommen, ist zwar nicht gleich Null, aber sie ist gering. Wie ist es dazu gekommen?

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  6. 10.03.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt

    Des einen Freud ist oft des anderen Leid – ein aktuelles Beispiel für diese schon etwas in die Jahre gekommene Lebensweisheit scheint die aktuelle Zinsentwicklung zu sein. Während hoch verschuldete Staaten und Häuslebauer, die Hypothekenkredite brauchen, über die niedrigen Zinsen jubeln, sind Kapitalanleger vom Kleinsparer bis hin zum milliardenschweren Pensionsfonds verzweifelt. Wer sein Geld in eine deutsche Staatsanleihe mit zehnjähriger Laufzeit investiert, erhält eine Rendite von rund 0,4 Prozent. Die reale Verzinsung dieser Anlage wird trotz der aktuell niedrigen Inflation voraussichtlich negativ sein. Wer höhere Renditen will, muss Risiken eingehen. Das hat weitreichende Folgen.

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  7. 02.02.2015 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Schuldenerlass | Griechenland

    Was lange befürchtet wurde, scheint nun Realität zu werden. Die Wähler in Griechenland wollen den Weg der Sanierung der Staatsfinanzen und der wirtschaftspolitischen Reformen nicht länger mitgehen. In Scharen haben sie mit Syriza eine Partei gewählt, die einen radikalen Kurswechsel verspricht.

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  8. 10.12.2014 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Finanzpolitik
    Prof. Dr. Clemens Fuest

    Die französische Finanzpolitik und ihre Überwachung durch die Europäische Kommission erinnern derzeit an einen Scherz von Mark Twain: Verschiebe nicht auf morgen, was Du auch auf übermorgen verschieben kannst.

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  9. 26.11.2014 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Steuerwettbewerb

    Die öffentliche Diskussion über Luxemburgs Steuertricks hat sich vor allem auf die Person von Jean Claude Juncker konzentriert. Das ist verständlich, birgt aber die Gefahr, dass aus dem Blick gerät, worum es eigentlich geht: Nämlich welche Regeln in Europa gelten sollen, damit es zu einer fairen und ökonomisch effizienten Besteuerung kommt.

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  10. 23.10.2014 · ZEW (cfu)
    Standpunkt
    Investition

    Die schlechten Wirtschaftsnachrichten, die uns derzeit erreichen, wirken wie ein eisiger Herbstregen nach einem milden Spätsommertag. In der ersten Jahreshälfte herrschte in Deutschland Überschwang. Die Konjunktur schien vor Gesundheit zu strotzen, unberührt von den Problemen in anderen Teilen Europas, und die Große Koalition konnte zwei Dinge tun, die selten miteinander vereinbar sind: Sie hat einerseits das Geld mit vollen Händen unters Volk geworfen – Mütterente, Rente mit 63, Entlastungen für die Kommunen und vieles mehr. Andererseits rückten die sprudelnden Steuereinnahmen einen ausgeglichenen Bundeshaushalt im Jahr 2015 in greifbare Nähe – unter anderem deshalb, weil die Kosten der neuen Rentenleistungen in den impliziten Schulden der Sozialversicherung versteckt sind, den Bundeshaushalt kurzfristig also nicht belasten. Warnungen, dass solide Finanzpolitik in wirtschaftlich guten Zeiten Ausgaben senken sollte, um in schlechten Zeiten zulegen zu können, verhallten ungehört. Nun schwächelt die Konjunktur. Die deutsche Politik ist schockiert und beginnt, über den weiteren Kurs zu streiten. Die einen fordern ein Kürzungsprogramm, um die "schwarze Null" im nächsten Bundeshaushalt trotz konjunkturbedingt sinkender Steuereinnahmen halten zu können. Andere fordern, das Ziel des Haushaltsausgleichs aufzugeben und die Staatsausgaben weiter zu steigern. Mehr Geld soll in die Sanierung öffentlicher Straßen und Gebäude fließen.

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