06.08.2020 · ZEW (der/sel)
Forschung
Unternehmen | Arbeitsalltag | Arbeitsorganisation | Informationswirtschaft | Verarbeitendes Gewerbe | Heimarbeit
Die Corona-bedingten Anpassungen der Arbeitsorganisation haben vielen Unternehmen gezeigt, dass sich mehr Tätigkeiten für die Arbeit im Homeoffice eignen als bislang angenommen. Im unternehmensnahen Dienstleistungsbereich sind es mehr als 50 Prozent und im Verarbeitenden Gewerbe mehr als 40 Prozent der Unternehmen, die über solche digitalen Lerneffekte berichten. „Die flächendeckende Erkenntnis, dass zusätzliche Tätigkeiten ins Homeoffice verlagert werden können, verstärkt den Impuls, den die Corona-Krise auf die Verbreitung ortsflexibler Arbeit ausübt. Aufgrund der neuen Erfahrungen und Erkenntnisse planen viele Unternehmen, Homeoffice auch nach der Krise intensiver zu nutzen als vor dem Beginn der Corona-Pandemie“, sagt Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich Digitale Ökonomie. Dabei musste etwa jedes dritte Unternehmen kurzfristig in neue Technologien investieren, um während der Krise Homeoffice zu nutzen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage unter rund 1.800 Unternehmen der Informationswirtschaft und des Verarbeitenden Gewerbes, die das ZEW Mannheim im Juni 2020 durchgeführt hat.
21.07.2020 · ZEW (dos/ybr)
Forschung
Klimapolitik | Klimaschutz | Wirtschaftspolitik | Corona-Virus
Nach wie vor geben mehr als 90% der Haushalte an, dass der Klimaschutz eine hohe Priorität für sie hat.
Klimaschutz und Klimawandel bleiben auch während der Corona-Pandemie wichtige Themen. In einer aktuellen Befragung geben mehr als 90 Prozent der befragten deutschen Haushalte an, dass sich die Bedeutung des Themas Klimawandel seit Jahresbeginn nicht verändert oder sogar noch zugenommen hat. Die Befragung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und im Auftrag des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sowie ZEW Mannheim und weiteren Kooperationspartnern durchgeführt.
15.07.2020 · ZEW (fhe/ybr)
Forschung
ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann nimmt Stellung zur geplanten Verteilung des 750-Millarden-Euro-Budgets in der Corona-Krise.
Wenn der vorgelegte Wiederaufbauplan der Europäischen Kommission zur Bewältigung der Corona-Rezession seine Ziele erreichen soll, muss der Europäische Rat den Plan auf seinem anstehenden Gipfel erheblich nachbessern. „Sonst fließt das meiste Geld erst, wenn Corona schon lange vorbei ist“, kritisiert ZEW-Forschungsbereichsleiter Prof. Dr. Friedrich Heinemann. Dies belegt eine ZEW-Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
13.07.2020 · ZEW (fhe/sel)
Forschung
EZB | Anleihe | Schulden | Corona-Virus
Nicht nur die Anleihekäufe hatte die EZB übergewichtet, sondern auch die Regeln der Kaufprogramme für EU-Staaten gelockert.
Schon vor der Corona-Pandemie haben die Zentralbanken des Eurosystems bei ihren Anleihekäufen die hoch verschuldeten Euro-Staaten zunehmend übergewichtet. Außerdem wurden die Regeln der Kaufprogramme seit 2015 kontinuierlich gelockert. Dies sind Befunde einer Studie zu den EZB-Wertpapierkaufprogrammen, die Forscherinnen und Forscher des ZEW Mannheim mit Unterstützung der Brigitte Strube Stiftung erarbeitet haben.
09.07.2020 · ZEW (scg/sel)
Forschung
Start-up | Arbeitslosigkeit | Unternehmensgründung
Sebastian Camarero Garcia vom ZEW untersuchte die negativen Auswirkungen von Arbeitslosengeld auf den Gründungserfolg.
Arbeitslose, die sich selbstständig machen, sind im Schnitt weniger erfolgreich, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg Arbeitslosengeld I beziehen können. Ein längerer Anspruch auf Arbeitslosengeld führt bei vielen Betroffenen dazu, dass sie länger arbeitslos bleiben. Dies hat wiederum negative Auswirkungen auf den Erfolg der Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des ZEW Mannheim und der Universität Zürich. „Wer sich gedrängt fühlt, sich selbstständig zu machen, um die Arbeitslosigkeit hinter sich zu lassen, ist weniger motiviert und auch weniger erfolgreich“, sagt Sebastian Camarero Garcia, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Soziale Sicherung und Verteilung“.
07.07.2020 · ZEW (lpo/biv/chs)
Forschung
Soziale Teilhabe | Corona-Virus | Arbeitslosigkeit
Nur Eingrenzung der Arbeitslosigkeit durch die Politik kann diese sozialen Folgen eindämmen.
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist seit Beginn der Corona-Krise nur moderat angestiegen. Eine Rekordzahl an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern befindet sich jedoch in Kurzarbeit. Im weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie ist allerdings mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Für die Betroffenen bedeutet Arbeitslosigkeit nicht nur materielle, sondern auch soziale Einbußen, wie eine aktuelle ZEW-Kurzexpertise aufzeigt. „Es wird eine vordringliche Aufgabe der Politik sein, Arbeitslosigkeit zu verhindern, um die oft gravierenden sozialen Folgen einzugrenzen“, sagt Dr. Laura Pohlan, Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Personalmanagement“ und Mitautorin der Kurzexpertise.
25.06.2020 · ZEW (der/sel)
Forschung
IKT | Mobilkommunikation | Arbeitszeit | Arbeitszeitflexibilisierung
ZEW-Studie zeigt, dass Unternehmen durch Homeoffice in der Corona-Krise profitieren können.
Die aktuelle Corona-Krise lässt vielen Unternehmen keine andere Wahl als ihren Beschäftigten eine deutlich flexiblere Arbeitsgestaltung zu ermöglichen als bisher. Die Arbeit im Homeoffice ist derzeit essenziell um das Ansteckungsrisiko im Büro oder auf dem Arbeitsweg zu minimieren. Zudem ist eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeiten aufgrund geschlossener Schulen und Kitas häufig unumgänglich. Eine Studie des ZEW Mannheim zeigt in diesem Zusammenhang, dass Unternehmen von flexibler Arbeit profitieren können, wenn sie ihren Beschäftigten eine adäquate digitale Infrastruktur bereitstellen. So sind Unternehmen im Dienstleistungssektor produktiver, wenn sie flexible Arbeitsmodelle einsetzen und ihren Beschäftigten gleichzeitig mobile Endgeräte wie Laptops oder Smartphones zur Verfügung stellen.
15.06.2020 · ZEW (fhe/sel)
Forschung
Arbeitslosigkeit | Kurzarbeit | Krisenmanagement | Arbeitsmarkt | Corona-Virus
Trotz der massiven Produktionseinbrüche aufgrund der Covid-19-Pandemie im März/April 2020 hält die große Mehrheit der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den eigenen Arbeitsplatz immer noch für vergleichsweise sicher. Dies gilt jedoch nicht für Kurzarbeiter, für Menschen in Freistellung ohne Lohnfortzahlung und für besonders vom Lockdown betroffene Branchen. Dies sind zentrale Ergebnisse des jüngsten Berichts aus der Mannheimer Corona-Studie der Universität Mannheim und dem ZEW Mannheim, der sich schwerpunktmäßig mit dem subjektiven Arbeitslosigkeitsrisiko befasst. 
10.06.2020 · ZEW (mkn/vhu/wha/sel)
Forschung
Elektromobilität | Mobilität | Elektrofahrzeug | Infrastruktur
Eine ZEW-Studie zeigt, dass besonders die hohen Kosten eines E-Autos seine Attraktivität sinken lassen.
Für weitere Strecken nutzen Autofahrerinnen und Autofahrer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weit häufiger als Elektroautos. Das gilt nicht nur für Autos im Privatbesitz, sondern insbesondere auch für Carsharing-Angebote, bei denen die Kostenstruktur für beide Antriebsarten für die Kundinnen und Kunden gleich ist. Höhere Anschaffungspreise und Unterschiede in den laufenden Kosten zwischen E-Autos und Verbrennern sind dementsprechend nicht der einzige Grund für die geringe Fahrleistung von Elektrofahrzeugen. Stattdessen dürften auch verhaltensbezogene und nicht-monetäre Faktoren eine Rolle spielen. Alltägliche Entfernungen sind jedoch mit einem marktüblichen E-Auto gut zu erreichen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim.
02.06.2020 · ZEW (mar/sel)
Forschung
Corona-Virus | Eltern | Geschlechterdiskriminierung | Mutterschaft | Kinderbetreuung
ZEW-Kurzexpertise zeigt, dass Homeoffice in der Corona-Krise einen Einfluss auf die Aufgabenverteilung in Familien hat.
Der Lockdown zur Eindämmung von Covid-19 kann eine Verstärkung von traditionellen Rollenmustern in Familien zur Folge haben. Zwar bietet Homeoffice Müttern die Chance, ihre Arbeitszeit aufzustocken. Gleichzeitig müssen sie aber auch mehr Haushalts- und Erziehungsarbeit übernehmen – vor allem, wenn die Väter nicht von zu Hause aus arbeiten können. In etwa 30 Prozent der Haushalte sind Väter beruflich flexibler als Mütter und könnten daher mehr Zeit für die Kindererziehung und den Haushalt aufwenden. In der Mehrzahl der Familien kommt allerdings Mehrarbeit auf Frauen zu. Das geht aus einer aktuellen Kurzexpertise des ZEW Mannheim hervor.

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