1. 14.01.2021 · ZEW (fhe/sel)
    Forschung
    Öffentlicher Haushalt | Schulden | Corona-Virus

    Die Corona-Pandemie belastet die öffentlichen Haushalte in Deutschland beträchtlich. Dennoch genießt inmitten der Krise die Schuldenbremse in den Landesparlamenten einen hohen und relativ stabilen Rückhalt: Gut zwei Drittel der Abgeordneten sprechen sich für eine Rückkehr zu einem ausgeglichenen Haushalt nach dem Ende der Corona-Pandemie aus. Mehr als die Hälfte der befragten Landespolitiker/innen sind dabei aber offen für eine Reform der Schuldenbremse, die Defizite für höhere Investitionen zulässt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die das ZEW Mannheim gemeinsam mit der Universität Mannheim zwischen Mai und Juli 2020 unter Abgeordneten aller 16 deutschen Landesparlamente durchgeführt hat.

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  2. 05.01.2021 · ZEW (fbe/sel)
    Forschung
    Studenten | Abbrecher | Arbeitsmarkt | Deutschland | Europa | Einkommen | Beschäftigung

    Durch hohe Studierendenzahlen steigt auch die Anzahl an Abbrechenden. Deren Einkommen liegt in Europa durchschnittlich acht Prozent über dem Einkommen von Beschäftigten, die nie an einer Hochschule eingeschrieben waren, allerdings 25 Prozent unter dem Einkommen von Personen mit Studienabschluss. Letztere haben auch deutlich bessere Beschäftigungschancen als Studienabbrecher/innen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Dr. Francesco Berlingieri und Theresa Bolz vom Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Personalmanagement“ des ZEW Mannheim. In ihrer Studie mit Daten aus 18 europäischen Ländern untersuchen die Wissenschaftler die Einkommens- und Beschäftigungssituation von Personen mit abgebrochenem Hochschulstudium. Dabei werden zum Teil erhebliche Unterschiede sichtbar.

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  3. 21.12.2020 · ZEW (pbo/sel)
    Forschung
    China | Innovationspolitik | Forschung und Entwicklung | Wachstum | Deutschland | USA

    Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) sind sowohl in Deutschland als auch in China in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das Wachstum in beiden Ländern hat davon allerdings weniger profitiert als erwartet. „Dies deutet auf eine zu geringe Forschungsproduktivität in beiden Volkswirtschaften hin“, erklärt Dr. Philipp Böing, Senior Researcher und China-Experte am ZEW Mannheim. In einem heute veröffentlichten ZEW policy brief haben er und Paul Hünermund, PhD, Assistenzprofessor an der Copenhagen Business School, analysiert, wie Investitionen in F&E mit der Forschungsproduktivität in Deutschland und China zusammenhängen. Ihre Schlussfolgerung, um anhaltende Wachstumsraten in Europa zu erzielen:  „Erforderlich ist eine Innovationspolitik, die einen Bottom-up-Ansatz verfolgt, und nicht zu stark auf missionsgetriebene Forschungspolitik setzt. Nur auf diesem Weg lassen sich im Wettbewerb mit den führenden Industriestaaten dieser Welt bahnbrechende Innovationen erzielen. Die stark missionsgetriebene Innovationspolitik Chinas kann hier kein Vorbild sein.“

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  4. 16.12.2020 · ZEW (dre/sel)
    Forschung
    Digitale Ökonomie | Corona-Virus | Digitalisierung

    Die Corona-Warn-App soll die Nachverfolgung von Infektionen mit SARS-CoV-2 vereinfachen und beschleunigen. Dieser Zielsetzung wird die Corona-Warn-App derzeit aber nicht gerecht. “Um ihre Wirkung voll zu entfalten, müsste die App weiter verbreitet sein als bisher und die Nutzerführung müsste deutlich wirkungsorientierter gestaltet sein. Zudem müsste die App anhand einer klaren Erfolgsmessung fortwährend verbessert werden“, sagt Dr. Dominik Rehse, Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Design digitaler Märkte“ am ZEW Mannheim. In einem aktuellen ZEW policy brief empfehlen er und ein Wissenschaftler der Universität Mannheim daher die Einrichtung eines Reallabors für die Corona-Warn-App. Mit Hilfe eines solchen Reallabors sollten Maßnahmen zur Verbreitungsförderung, Nutzungsoptimierung und Erfolgsmessung systematisch getestet und die App deutlich verbessert werden.

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  5. 14.12.2020 · ZEW (kki/deg)
    Forschung
    Corona-Virus | Unternehmen | Unternehmensinsolvenz | Kreditgeschäft

    Die Maßnahmen, die zur Milderung der wirtschaftlichen Effekte der Corona-Krise ergriffen wurden, haben die deutsche Wirtschaft bisher weitgehend stabilisiert. Für das erste Halbjahr 2021 erwarten Finanzmarktexperten/-innen jedoch eine Zunahme an Unternehmensinsolvenzen und Kreditausfällen. Außerdem werde die Anzahl sogenannter Zombieunternehmen, also Unternehmen, die eigentlich insolvent sind, jedoch mit Krediten künstlich am Leben gehalten werden, steigen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Auswertung der Sonderfrage im aktuellen ZEW-Finanzmarkttest, an dem sich 174 Finanzmarktexperten/-innen beteiligt haben. Die Umfrage hat das ZEW Mannheim im Dezember 2020 durchgeführt.

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  6. 10.12.2020 · ZEW (cra/deg)
    Forschung
    Künstliche Intelligenz | Innovationskraft | Innovation
    Ein Roboterarm vor abstrakter Darstellung von KI-Methoden

    Mit Weltmarktneuheiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) erzielten deutsche Unternehmen im Jahr 2018 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro. Rund zehn Prozent des deutschen Umsatzes mit Weltmarkneuheiten ist damit auf diese Technologie zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Zwar steigt der Umsatz von Unternehmen durch den Einsatz von KI insgesamt nicht an. Doch wirkt sich KI deutlich auf die Umsatzrendite aus, sie liegt aufgrund des KI-Einsatzes mit 6,4 Prozent um 1,3 Prozentpunkte höher. Damit können Unternehmen, die KI anwenden, rund 25 Prozent mehr Gewinn erzielen.

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  7. 08.12.2020 · ZEW (fhe/ahv/deg)
    Forschung
    Corona-Virus | EZB

    Die Anleihekäufe des Eurosystems seit Beginn der Corona-Pandemie weichen in ihrer Aufteilung auf die Euro-Staaten sehr stark vom EZB-Kapitalschlüssel ab. Verglichen mit dem Kapitalschlüssel wurden italienische Staatsanleihen zwischen März und September 2020 um 25 Prozent übergewichtet. Für Spanien beträgt die Übergewichtung elf Prozent, für Belgien sieben Prozent und für Slowenien und Frankreich noch drei Prozent. Dies zeigt eine Studie zu den EZB-Wertpapierkaufprogrammen, die Forscherinnen und Forscher des ZEW Mannheim mit Unterstützung der Brigitte Strube Stiftung erarbeitet haben.

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  8. 02.12.2020 · ZEW (dos/deg)
    Forschung
    Klimawandel | Elementarschadenversicherung | Hochwasserschäden
    Die neue ZEW-Studie untersucht Aufklärungskampagnen im Bereich Hochwasserschutz.

    Bedingt durch den Klimawandel treten Naturkatastrophen wie Hochwasser häufiger auf. Daher haben verschiedene Landesregierungen zusammen mit der Versicherungswirtschaft groß angelegte Aufklärungskampagnen initiiert. Haushalte sollen so stärker für das Thema sensibilisiert werden und sich gegen Hochwasserschäden absichern. Dass diese Kampagnen bisher kaum den privaten Hochwasserschutz oder das Versicherungsverhalten beeinflussen, belegt eine Studie unter der Leitung von Dr. Daniel Osberghaus, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Umwelt- und Ressourcenökonomik“.

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  9. 30.11.2020 · ZEW (ibe/sel)
    Forschung
    Digitale Ökonomie | Digitalisierung | Branchenanalyse
    Deutlich wird, dass verschiedene Branchen und Regiontypen nur unterdurchschnittlich abschneiden.

    Der Digitalisierungsgrad der Wirtschaft in Deutschland unterscheidet sich deutlich. Je nach betrachteter Branche, Unternehmensgrößenklasse, Bundeslandgruppe oder Regionstyp zeigt sich hier ein sehr heterogenes Bild. So ist die IKT-Branche im Branchenvergleich Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung und das mit großem Abstand. Kommt sie doch auf 273,0 Indexpunkte und übertrifft damit bei weitem den auf 100 Punkte normierten Durchschnitt aller Branchen. Am wenigsten digitalisiert sind hingegen das Sonstige Produzierende Gewerbe (55,6 Indexpunkte), die Tourismusbranche (64,4 Indexpunkte) und das Sonstige Verarbeitende Gewerbe (66,7 Indexpunkte).

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  10. 27.11.2020 · ZEW (pbo/sel)
    Forschung
    Innovation | China | Forschung und Entwicklung
    Gemischte Signale Chinas hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Ziele.

    Der vierzehnte Fünfjahresplan (2021-2025) betont Innovation als die zentrale Triebfeder für Chinas zukünftige Wirtschaftsentwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt und Pro-Kopf-Einkommen sollen sich bis zum Jahr 2035 verdoppeln. Mit Blick auf die Umsetzung seiner wirtschaftspolitischen Ziele sendet China allerdings gemischte Signale aus. Einerseits werden weiterhin marktorientierte Reformen und Öffnung hervorgehoben, andererseits sollen unter staatlicher Führung wirtschaftliche und technologische Unabhängigkeit erreicht werden. Eine neue ZEW-Kurzexpertise führt aus, wie sich bisherige wirtschaftspolitische Maßnahmen auf die chinesische Innovations- und Wirtschaftsleistung auswirken. Die vorliegende Kurzexpertise markiert den Beginn einer Reihe von Veröffentlichungen des Teams um Wissenschaftler Philipp Böing, die Forschungsergebnisse rund um Chinas Innovationstätigkeit präsentieren.

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