1. 26.10.2020 · ZEW (fhe/sel)
    Forschung
    Schulden | Europa | Corona-Virus | Öffentlicher Haushalt

    Die EU sichert sich durch den neuen Eigenmittelbeschluss bis zum Jahr 2058 einen Anspruch auf Finanzbeiträge der Mitgliedstaaten, den sie zur Finanzierung des Corona-Wiederaufbauplans nicht einmal annähernd benötigt. Eine neue ZEW-Studie quantifiziert diese Überdeckung auf mindestens das Zehnfache dessen, was zur Schuldentilgung für den Corona-Wiederaufbauplan mit seinen 750 Milliarden Euro eigentlich nötig wäre.

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  2. 20.10.2020 · ZEW (msw/deg)
    Forschung
    Kinderbetreuung | Kinder | Eltern | Familie | Mutterschaft | Haushaltseinkommen | Einkommen
    Kindergartenkinder mit einer Erzieherin

    Kinderbetreuung ist die am häufigsten genannte Maßnahme gegen die „Mutterschaftsstrafe“. Denn Kinder bedeuten große finanzielle Einbußen, die größtenteils das Einkommen der Mütter treffen. Nach Geburt des ersten Kindes öffnet sich die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern – mit erheblichen Konsequenzen für das Lebensarbeitseinkommen und Rente und damit für das Armutsrisiko von Frauen. Ein Forscherteam um ZEW-Ökonomin Michaela Slotwinski hat diesen Zusammenhang näher untersucht. Denn fehlende Kita-Plätze werden als das größte Hindernis gesehen, warum Mütter kleiner Kinder nicht oder nur mit geringer Stundenzahl arbeiten und sich das Familieneinkommen durch die erste Geburt häufig verringert.

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  3. 19.10.2020 · ZEW (clu/deg)
    Forschung
    Digitalisierung | Besteuerung | Gewinnverlagerung | Steuerplanung | Konzern
    Internationale Konzerne mit guter digitaler Infrastruktur effizienter.

    Unternehmen mit einer gut ausgebauten digitalen Infrastruktur nutzen diese für eine aggressivere Steuerplanung als Unternehmen mit geringerer digitaler Kompetenz. Das heißt, sie verlagern Gewinne konzernweit effizienter in europäische Staaten mit niedrigen Steuersätzen und können damit ihre Konzernsteuerquote senken, wie eine gemeinsame Studie des ZEW Mannheim und der Universität Mannheim nahelegt. „Die von den Tochtergesellschaften internationaler Unternehmen ausgewiesenen Gewinne sind dort höher, wo die örtlichen Steuersätze niedriger sind. Dieser Zusammenhang ist ausgeprägter bei Unternehmen mit digitaler Infrastruktur, wie z. B. Enterprise-Resource-Management-Systeme, mit deren Hilfe Unternehmen den Einsatz ihrer Ressourcen planen, steuern und verwalten“, sagt Christopher Ludwig, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Unternehmensbesteuerung und öffentliche Finanzwirtschaft“ und Mitautor der Studie.

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  4. 16.10.2020 · ZEW (sbl/jno/sel)
    Forschung
    Bildungssystem | Bildungspolitik | Landespolitik

    Die deutsche Bildungspolitik war bisher stark föderalistisch geprägt. Nun haben sich die Kultusminister in der Ländervereinbarung auf mehr Vergleichbarkeit bei Schulabschlüssen und Prüfungen geeinigt, die noch den Ministerpräsidenten der Länder vorgelegt werden wird. Dieser Beschluss deckt sich mit zentralen Ergebnissen einer Umfrage, die das ZEW Mannheim zwischen Mai und Juli 2020 unter Landtagsabgeordneten in allen 16 Bundesländern durchgeführt hat. In dieser hält eine Mehrheit von 87 Prozent der befragten Landtagspolitiker/innen die Vergleichbarkeit von Schülerleistungen für wichtig. Auch den Reformvorschlag, regelmäßige Vergleichstests einzuführen, befürwortet eine Mehrheit von 76 Prozent der befragten Landespolitiker/innen. Zudem wünschen sie sich mehrheitlich eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten für Bildung.

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  5. 15.10.2020 · ZEW (msw/chs)
    Forschung
    Einwanderung | Integration | Wahlrecht | Ausländer | Wahlen
    Wahlrechte und Wille zur Einbürgerung korrelieren miteinander.

    Ein Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer hat Auswirkungen auf die Integration: Einwanderinnen und Einwanderer ändern ihre Bereitschaft, sich einbürgern zu lassen, wenn sie in ihrem Ankunftsland bereits an einer Wahl teilnehmen durften, ohne dort die Staatsbürgerschaft innezuhaben. Die konkrete Wirkung des Wahlrechts auf die Einbürgerung unterscheidet sich je nach Entwicklungsstand im Herkunftsland. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des ZEW Mannheim in Zusammenarbeit mit den Universitäten Basel und der Universität Malmö.

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  6. 08.10.2020 · ZEW (tbk/deg)
    Forschung
    Private Haushalte | Corona-Virus
    Laut Forscherteam sind einkommensschwache Gruppen besonders stark von Finanzproblemen durch Corona betroffen.

    Neben starken Einschnitten im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben birgt die Corona-Pandemie für viele Menschen auch finanzielle Schwierigkeiten. Das gilt vor allem für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen oder für Personen, die durch ihre Berufswahl ökonomisch besonders von der Pandemie betroffen sind. Wie die Menschen in Deutschland mit finanziellen Schocks durch die Corona-Pandemie umgehen, untersucht nun ein interdisziplinäres Forscherteam der Universität Mannheim, des ZEW Mannheim und des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung Mainz. Die Projektpartner vereinen dabei die Perspektiven der Wirtschaftspädagogik (Prof. Dr. Carmela Aprea, Universität Mannheim), der Haushaltsökonomie (Prof. Dr. Tabea Bucher-Koenen, ZEW Mannheim) sowie der psychologischen Resilienzforschung (Prof. Dr. Klaus Lieb und Dr. Donya Gilan, Leibniz-Institut für Resilienzforschung Mainz).

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  7. 05.10.2020 · ZEW (gne/mba/chs)
    Forschung
    Corona-Virus | Schule | Schüler | Unterricht | Fernunterricht | Soziale Ungleichheit | mobile Endgeräte
    ZEW-Bildungsökonom Dr. Guido Neidhöfer im #ZEWquote zu den Folgen der Schulschließungen.

    Schulschließungen verstärken herkunftsbedingte Ungleichheiten. Das gilt vor allem in den ersten beiden Klassenstufen der Grundschule, wie eine Kurzexpertise des ZEW Mannheim zeigt. Diese Ungleichheiten betreffen nicht nur die fachlichen Kompetenzen wie etwa mathematische und sprachliche Fähigkeiten, sondern auch die Ausdauer und die Konzentrationsfähigkeit. „Schulschließungen sind aus epidemiologischer Sicht unumgänglich gewesen. Aber sie haben signifikante Nebenwirkungen“, so ZEW-Bildungsökonom Dr. Guido Neidhöfer vom ZEW-Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Personalmanagement“ und Mitautor der ZEW-Kurzexpertise.

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  8. 21.09.2020 · ZEW (msc/fbr/sel)
    Forschung
    ZEW-Finanzmarkttest | Kapitalanlage | Anleger | Finanzmarkt | Finanzmarktexperten
    Laut Sonderumfrage des ZEW-Finanzmarkttests stehen nachhaltige Kapitalanlagen (ESG-Anlageprodukte) hoch im Kurs.

    Nachhaltige Kapitalanlagen (ESG-Anlageprodukte) stehen für Finanzmarktexperten hoch im Kurs. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderfrage im aktuellen ZEW-Finanzmarkttest, an dem sich rund 150 Finanzmarktexpertinnen und Finanzmarktexperten beteiligt haben. Rund 59 Prozent sehen für ESG-Anlageprodukte ein größeres Marktpotenzial als für konventionelle Anlagen. Dabei bewerten Finanzanalysten ihr Risiko etwas geringer, müssen allerdings dafür auch leichte Abstriche bei der Rendite hinnehmen. Für zwei Drittel der Expertinnen und Experten gehören ESG-Anlageprodukte aber in ihr eigenes Portfolio, wenn auch nur zu einem Anteil von unter 50 Prozent. Nachholbedarf gibt es bei ESG-Papieren allerdings bei sozialen und ökologischen Aspekten. Die Umfrage hat das ZEW Mannheim im September 2020 durchgeführt.

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  9. 16.09.2020 · ZEW (mlu/deg)
    Forschung
    Ostdeutsche Unternehmen | Ostdeutschland | DDR | Privatisierung | Wiedervereinigung
    Ein gemeinsames Forscherteam von ifo-Institut, ZEW Mannheim und Universität Brüssel in einer aktuellen Studie zur Treuhandanstalt.

    Bei der Privatisierung von ostdeutschen Unternehmen nach 1990 verkaufte die Treuhandanstalt produktivere Firmen häufiger und rascher als weniger produktive Betriebe und bekam dafür mehr Geld, wie ein gemeinsames Forscherteam von ifo-Institut, ZEW Mannheim und Universität Brüssel in einer aktuellen Studie analysiert. Gleichzeitig übergab die Treuhand solche Unternehmen mit höherer Wahrscheinlichkeit an westdeutsche Investoren. „Gerade produktive DDR-Firmen blieben seltener in ostdeutschem Eigentum“, erklärt ifo-Forscher Lukas Mergele.

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  10. 04.09.2020 · ZEW (awh/ssi/deg)
    Forschung
    Kommunale Wirtschaftspolitik | Corona-Virus | Kommunale Finanzpolitik
    Kommunen brauchen auch nach der Corona-Krise zuverlässige Unterstützung.

    Die Corona-Pandemie verschlechtert dramatisch die Finanzlage der Kommunen in Deutschland und bedroht ihre Investitionsfähigkeit. Auch über 2020 hinaus brauchen die Kommunen Zusagen von Bund und Ländern für weitere Unterstützung in Milliardenhöhe. Nur dann können sie auch erfolg­reich zur Stabilisierung der Konjunktur beitragen. Ohne weitere Hilfen wird es hingegen vielen Kommunen unmöglich sein, notwendige Investitionen zu tätigen und den bestehenden Investitions­stau weiter abzubauen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gemeinsame Studie des ZEW Mannheim und des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Deutschen Städtetages.

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