Die Konjunkturprognosen für China haben sich in der aktuellen Oktoberumfrage (17.10. – 2.11.2016) nach den Rückgängen im August und September 2016 leicht erholt. Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzexperten/-innen für China in den nächsten zwölf Monaten wiedergibt, ist um 4,0 Punkte gestiegen und steht nun bei minus 0,1 Punkten. Der langfristige Durchschnitt des CEP-Indikators, der aktuell bei 5,4 Punkten liegt (Zeitraum Mitte 2013 bis Oktober 2016), wird jedoch immer noch deutlich unterschritten.

Der CEP-Indikator ist im Oktober 2016 um 4,0 Punkte gestiegen und steht derzeit bei minus 0,1 Punkten.
Der CEP-Indikator ist im Oktober 2016 um 4,0 Punkte gestiegen und steht derzeit bei minus 0,1 Punkten.

Beachtenswert ist ebenso, dass sich die Bewertung der Konjunktursituation wie schon im Vormonat erheblich verbessert hat. Der Wert liegt bei 3,1 Punkten, was einen Anstieg um 13,9 Punkte verglichen mit dem Vormonat bedeutet.

Die befragten Experten/-innen erwarten auf Sicht von zwölf Monaten einen spürbaren Anstieg der Konsumentenpreisinflation auf 2,2 Prozent. Gründe sind das insgesamt recht hohe Wirtschaftswachstum, ein weiterer erheblicher Anstieg der Geldmenge (M2) sowie eine signifikante Abwertung des Yuan auf 6,99 Yuan pro US-Dollar. Als Folge der höheren Inflation sollten auch die Zinsen steigen. Bei den Kreditzinsen zeigt die Prognose für Oktober 2017 einen Wert von 4,3 Prozent. 

Die Einschätzung für den Binnenkonsum (privater und staatlicher Konsum), den bisher stabilsten Wachstumstreiber, geht in der aktuellen Umfrage erheblich zurück, allerdings liegt der Saldo mit 18,4 Punkten noch deutlich im positiven Bereich. Dies geht einher mit einer ebenfalls auffälligen Verschlechterung der Erwartungen bezüglich der Beschäftigungsrate.

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