In dem Projekt wird das Innovationsverhalten der Unternehmen in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung untersucht. Die Analysen umfassen vier Teile:

  • Kennzahlen zum Innovationsverhalten der Unternehmen in Ostdeutschland: Ziel dieses Studienteils ist es, die Entwicklung von Indikatoren zum Innovationsverhalten der Unternehmen in Ostdeutschland in einer längerfristigen Perspektive differenziert nach Branchengruppen und Größenklassen und im Vergleich zu Westdeutschland darzustellen. Datenbasis sind die Ergebnisse der Innovationserhebung des ZEW (Mannheimer Innovationspanel - MIP) für die Berichtsjahre 1992 bis 2018. Betrachtet werden Indikatoren zu Innovationsinputs, zur Innovationsbeteiligung, zum Innovationsoutput sowie zur Organisation von Innovationsaktivitäten. Darüber hinaus wird die aktuelle Situation beim Fachkräftebedarf analysiert.
  • Innovationsleistung ostdeutscher Unternehmen bei Berücksichtigung von Branchen-, Größen- und Standortunterschieden: Um die Innovationsleistung der ostdeutschen Wirtschaft zu beurteilen, ist eine "Strukturbereinigung" (d.h. bei Ausblendung von Sektor-, Größen und Standortunterschieden zu Westdeutschland) sinnvoll. Dadurch lässt sich zeigen, inwieweit die Unternehmen unter den gegebenen strukturellen Bedingungen Innovationspotenziale nutzen. Diese Strukturbereinigung wird mit Hilfe eines Matching-Ansatzes realisiert. Hierfür werden die Unternehmen aus Ostdeutsch-land im MIP ähnlich großen und ähnlich alten Unternehmen aus Westdeutschland, die in den-selben Branchen und Regionstypen aktiv sind, gegenübergestellt.
  • Innovationsleistung und wirtschaftliche Performance von Unternehmen mit Innovationsförderung: Zum einen wird untersucht, ob sich Innovationsleistung und wirtschaftliche Performance in geförderten Unternehmen in Ost- und in Westdeutschland signifikant von nicht geförderten Unternehmen in den beiden Regionen unterscheiden. Die Ergebnisse dieser Analyse geben über die Höhe der Fördereffekte in Ost- und in Westdeutschland Auskunft. Zum anderen wird analysiert, ob die Innovationsleistung und wirtschaftliche Performance von geförderten Unternehmen zwischen Ost- und Westdeutschland signifikant abweicht. Hierfür werden geförderte Unternehmen in Ostdeutschland mit geförderten Unternehmen in Westdeutschland gematcht. Um mögliche Änderungen in den Fördereffekten über die Zeit abzubilden, werden drei Zeiträume unterschieden (1992-2000, 2002-2008, 2010-2018).
  • Raumstrukturelle Unterschiede im Innovationsverhalten ostdeutscher Unternehmen: Um die Bedeutung der Standortvoraussetzungen für das Innovationsverhalten der ostdeutschen Unternehmen zu untersuchen, werden drei Analysen vorgenommen. Erstens wird für einige zentrale Innovationsindikatoren mit Hilfe von Regressionsanalysen der Einfluss der raumstrukturellen Standortbedingung untersucht. Zweitens wird für dieselben Innovationsindikatoren der Einfluss des Unternehmensstandorts auf Basis von Raumordnungsregionen untersucht. Drittens wird der Einfluss von Variablen, die die konkreten Standortbedingungen eines Unternehmens messen (Verkehrssituation, Wissensinfrastruktur, Siedlungsstruktur), untersucht.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers

Auftraggeber

Expertenkommission Forschung und Innovation , Berlin , DE

Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Bildung und ForschungBundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin, DE

Projektzeitraum

01.05.2019 - 29.02.2020

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