Der Matching-Prozess zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern/-innen ist ein wichtiger Mechanismus zur Bestimmung der Lohnverteilung. In einem Arbeitsmarkt, in dem es große Unterschiede in der Produktivität von Arbeitnehmern/-innen und der Komplementarität von Arbeitskräften und Unternehmen gibt, haben Top-Unternehmen starke Anreize, Mitarbeitende nach ihrer Qualität auszusuchen. Dadurch erhöht sich die positive Qualitätsassoziation der Übereinstimmungen zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern/-innen, was auch als positives assortatives Matching (PAM) bezeichnet wird. Durch Zuwanderung in den lokalen Arbeitsmarkt kommt es häufig zu einer Verschärfung der Unterschiede bei den Fähigkeiten der Arbeitnehmer/innen, was den PAM-Effekt zwischen Unternehmen und Arbeitskräften weiter verstärken kann. Auf Grundlage französischer Matched Employer-Employee (DADS)-Daten über den Zeitraum 1995–2005 dokumentieren die Autoren des vorgestellten Papiers, dass positive angebotsgesteuerte Veränderungen von zugewanderten Arbeitskräften in einem Bezirk den PAM-Effekt verstärken. Es wird zudem gezeigt, dass dieser Zusammenhang kausal konsistent sowie quantitativ signifikant ist und mit einer höheren durchschnittlichen Produktivität und größeren Unternehmensgewinnen, aber auch mit einer höheren Lohnstreuung einhergeht. Außerdem zeigt das präsentierte Paper, dass der erhöhte Grad an positivem assortativem Matching hauptsächlich dadurch erreicht wird, dass hochproduktive Firmen weniger gute Arbeitskräfte „abstoßen“ und bessere Arbeitskräfte „anziehen“.

Redner

Giovanni Peri

University of California (UC Davis), USA

Termin

04.06.2020 | 17:30 - 18:45

Veranstaltungsort

Online


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Leitung Nachwuchsforschungsgruppe