Wie genau treffen Individuen finanzielle Entscheidungen? Wenden sie ausgeklügelte Formeln an, rechnen sie Pi mal Daumen, stützen sie sich auf wilde Vermutungen oder doch etwas ganz anderes? Im vorgestellten Papier wird gezeigt, dass die direkte Befragung von Personen nach ihren Ansätzen neue Erkenntnisse über diese Fragen bringt, die zuverlässig sind und eine Out-of-Sample-Vorhersagekraft besitzen. So stellt sich beispielsweise heraus, dass bei der Bemessung der Rentenhöhe 40 Prozent der Personen mathematische Methoden anwenden, wobei einige von ihnen auf Formeln zurückgreifen, die in ähnlicher Form auch von Versicherungen verwendet werden; die anderen 60 Prozent wenden Schätzstrategien an. Durch die Anwendung von Bewertungsansätzen können die Bewertungsergebnisse, die Bewertungspräzision und die Verhaltensreaktion auf eine vorbereitende Intervention prognostiziert werden, die auf den identifizierten Ansatz abgestimmt ist. Diese Methode eröffnet neue Wege zum Verständnis der finanziellen Entscheidungsfindung sowie zur Gestaltung effektiver politischer Interventionen.

Redner

Thomas Post

Maastricht University, Niederlande

Standort

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Termin

29.01.2020 | 14:00 - 15:00

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Luxemburg