Abstract:Aufgrund von Identifikationsproblemen und einer mangelhaften Operationalisierung sind die meisten mikroökonomischen und industrieökonomischen Hypothesen nicht falsifizierbar oder jedenfalls nicht generell anwendbar. Theoretisch ist darüber hinaus umstritten, wie stabil die Gleichgewichte sind, die von der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie postuliert werden. Das vor diesem Hintergrund entwickelte Koordinationsmängel-Diagnosekonzept (KMD-Konzept) überwindet die Identifikations- und Operationalisierungsprobleme, indem es von einer allgemein zustimmungsfähigen Hypothese über die volkswirtschaftlichen Aufgaben von Märkten in ihrer Rolle als Koordinationsmechanismen ausgeht und zeigt, wie die Koordinationsaufgaben über Regelkreisprozesse erfüllt werden, die sich in Zeitreihen niederschlagen und einen unterschiedlichen Grad an kybernetischer Stabilität aufweisen können. Der Vortrag soll verdeutlichen, wie diese Regelkreise definiert sind, wie die Regel- und Stellgrößen in interpersonell (objektiv) vergleichbarer Weise operationalisiert werden können und welche Entwicklungsmuster sich für diese Größen in einem wichtigen Bereich des Verarbeitenden Gewerbes - der Maschinenbauindustrie - ergeben. Außerdem sollen die Anwendungsmöglichkeiten des KMDKonzepts erläutert werden.

Redner/-in

Heinz Grossekettler

Universität Münster

Termin

28.06.2006 | 16:00 - 17:30

Veranstaltungsort

ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim

Raum

Straßburg