Abstract:
Ausgangspunkt ist der Vorschlag der Europäischen Kommission (KOM(2001) 582 endg.), die konsolidierten steuerlichen Gewinne grenzüberschreitend tätiger Kapitalgesellschaften und Konzerne auf der Grundlage europaweit einheitlicher Steuerbilanzregeln zu ermitteln und anschließend anhand festgelegter Zerlegungsformeln auf die Mitgliedstaaten zu verteilen. Ich entwickle konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der Zerlegungsregeln und lege dar, inwiefern die Zerlegung auch andere Aspekte (z.B. den Konsolidierungskreis oder die gemeinsame Bemessungsgrundlage) einer umfassend harmonisierten Körperschaftbesteuerung in Europa beeinflusst.
Die wichtigste Grundlage für diese Vorschläge bildet der Versuch, die formelhafte Gewinnzerlegung in ein theoretisches Konzept der Quellenbesteuerung einzubetten, sowie die rechtsvergleichende Darstellung von vier existierenden formulary-apportionment-Systemen (USA, Kanada, Schweiz, Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags).

Redner/-in

Stefan Mayer

Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht

Termin

22.09.2005

Veranstaltungsort

ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim

Raum

Straßburg