In dem vorgestellten Paper werden in einem theoretischen Modell zu endogenen Emissionen und Emissionsberichten mehrere aktuelle Fortschritte bei wettbewerbsorientierten Prüfmechanismen zur Durchsetzung von Umweltsteuern miteinander verbunden. Während bei einem stichprobeartigen Audit die Wahrscheinlichkeit, überprüft zu werden, bei jedem regulierten Unternehmen gleich hoch ist, weisen die wettbewerbsorientierten Prüfmechanismen den Unternehmen, die von sich aus höhere Emissionen angeben, im Vergleich zu anderen eine geringere Prüfungswahrscheinlichkeit zu. Die daraus resultierenden strategischen Interdependenzen zwischen den Unternehmen können für die Umweltschutzbehörde einen Vorteil beim Auditing bringen. Wenn Unternehmen keine Informationen über die Emissionen anderer Unternehmen haben, so führt der  wettbewerbsorientierten Prüfmechanismus dazu, dass höhere Emissionen gemeldet werden, während das Niveau der tatsächlichen Emissionen im Vergleich zur stichprobenartigen Prüfung gleich bleibt. Diese beiden Ergebnisse sind isomorph zu den wichtigsten Ergebnissen von Gilpatric et al. (2011) und Cason et al. (2016). Wenn Unternehmen über exakte Informationen über die Emissionen anderer Unternehmen verfügen, führt ein wettbewerbsorientiertes Audit zu einem sozial optimalen Emissionsniveau, während dies im Rahmen des Stichprobenverfahrens nicht möglich ist. Dieses Ergebnis ist isomorph zum Hauptergebnis von Oestreich (2017). Das im Paper verwendete experimentelle Design erlaubt es auch, das Modell auf den Fall auszudehnen, dass Unternehmen nur begrenzte Informationen über die Emissionen anderer Unternehmen haben.

Redner/-innen

Marcel Oestreich

Brock University, Kanada

Alice Solda

Universität Heidelberg

Standort

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Termin

15.10.2019 | 12:30 - 14:00

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

1

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