Infolge zunehmender Einkommensschocks aufgrund des Klimawandels und der Übernutzung von Ressourcen können für Haushalte, die natürliche Ressourcen nutzen, erhebliche Schwierigkeiten entstehen, wenn sie ihren Konsum nicht glätten können. In dem Papier zum Vortrag wird der institutionelle Rahmen und die Vielfalt des traditionellen chilenischen Fischereisektors genutzt, um vorsorgliches Sparverhalten infolge von Einkommensschwankungen zu untersuchen, wobei Risikoverhalten höherer Ordnung (Vorsicht) berücksichtigt werden. Im Gegensatz zu Agenten, die frei über Ressourcen verfügen können, haben Nutzer/innen natürlicher Ressourcen, die restriktiven Quoten unterliegen, eine Präferenz für Vorsorgesparen. Dies weist darauf hin, dass restriktive Quoten aus der Sicht von Nutzern/-innen natürlicher Ressourcen eine obere Grenze darstellt, die sie in ihrer Fähigkeit einschränkt, ihren Konsum durch eine Anpassung der Rate für die Nutzung natürlicher Ressourcen zu glätten. Dadurch gewinnt die selbstständige Vorsorge durch Ersparnisbildung an Bedeutung. Darüber hinaus wird getestet, ob Vorsicht als Prädiktor für Vorsogesparen dienen kann und ob dieses Verhalten mit der Berufswahl im Zusammenhang steht. Es wurde festgestellt, dass eine Selbstselektion stattfindet, da diejenigen, die frei über Ressourcen verfügen können, im Durchschnitt vorsichtigere Verhaltensmuster aufweisen und vorsichtigere Agenten eine stärkere Präferenz für unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse haben.

Redner

Robbert Schaap

Universität Heidelberg

Standort

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Termin

20.08.2019 | 12:30 - 14:00

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Luxemburg

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