Wir untersuchen die Rolle verschiedener Politiken der Arbeitsmarktintegration auf ihre wirtschaftliche Leistung und die Konvergenz zweier unterschiedlicher Regionen in einem agentenbasierten Modell. Die Produktion ist durch eine Komplementarität der Qualität des Kapitalstocks und der spezifischen Qualifikationen der Arbeitnehmer, die diesen Kapitalstock nutzen, gekennzeichnet. Demnach werden Veränderungen der Produktivität innerhalb einer Region sowohl von den Investitionen lokaler Unternehmen in hochwertige Kapitalgüter als auch von der Entwicklung der spezifischen Qualifikationsstruktur bei Arbeitnehmern innerhalb der Region beeinflusst. Wir zeigen, dass verschiedene Arbeitsmarktintegrationspolitiken über veränderte regionale Arbeitsnehmerströme zu einer veränderten regionalen Verbreitung spezifischer Qualifikationen führen. Aufgrund dieses Mechanismus werden relative regionale Preise beeinflusst, was wiederum die Anteile, die Regionen von der Gesamtnachfrage an Konsumgütern erzielen können, bestimmt. Es scheint hier einen Ausgleich zwischen der gesamtwirtschaftlichen Leistung und der Konvergenz von Regionen mit abgeschlossenen Arbeitsmärkten zu geben, was in einer relativ hohen Konvergenz, jedoch geringer Leistung, bzw. bei stärker integrierten Arbeitsmärkten zu einer höheren Leistung und geringerer Konvergenz führt. Des Weiteren unterscheiden sich die Ergebnisse in einigen Aspekten wesentlich, da verschiedene Politiken zur Öffnung des Arbeitsmarktes angewandt werden.

Redner/-in

Michael Neugart

Technische Universität Darmstadt

Das englischsprachige Papier "Labour Market Integration Policies and the Convergence of Regions: The Role of Skills and Technology Diffusion" (als PDF-Datei, 1,51 MB) steht zum Download bereit.

Termin

19.01.2012 | 16:00-17:30

Veranstaltungsort

ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim

Raum

Straßburg

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Senior Researcher