Neue Literatur zur Rolle der Gewerkschaften in internationalen Unternehmen qualifiziert die allgemeine Vorstellung, dass Exportfirmen höhere Löhne zahlen. In der Theorie wirkt sich die schärfere Konkurrenz aufgrund der Internationalisierung eines Unternehmens negativ auf die "Rent-Extraction-Ability" einer Gewerkschaft aus. Wir schlagen vor, diese Annahme empirisch zu untersuchen, indem wir deutsche "Linked-Employer-Employee-Datensätze" verwenden, bei denen die Informationen zu Vereinbarungen auf Unternehmens- oder Branchenebene uns die Möglichkeit geben, einzelne Firmen nach unterschiedlichen Verhandlungsregimen zu gruppieren. Um den Aspekt des "Rent-Sharings" zu untersuchen, werten wir Informationen individueller Arbeitnehmer aus und entwerfen Rentabilitätsmaßstäbe, die unabhängig von der individuellen Qualifikationsstruktur eines Unternehmens sind. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das "Rent-Sharing" in Exportfirmen niedriger ist, wenn Löhne gemeinschaftlich auf Unternehmensebene verhandelt werden. Gemäß der theoretischen Annahme zeigen wir, dass sich eine gesteigerte Exportintensität in diesen Firmen negativ auf die Löhne auswirkt.

Redner/-in

Hans-Jörg Schmerer

IAB Nürnberg

Working Paper (PDF Datei, 380 KB)

Termin

01.12.2011 | 16:00-17:30

Veranstaltungsort

ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim

Raum

Hamburg