Das ZEW führt seit Mitte 2011 eine Konjunkturumfrage bei den Unternehmen der Informationswirtschaft durch. Hierzu zählen die Branchen IKT-Hardware, IKT-Dienstleister, Mediendienstleister sowie wissensintensive Dienstleister (siehe Branchenabgrenzung am Ende der Seite). Vierteljährlich werden die Unternehmen angeschrieben und zu ihrer aktuellen Geschäftslage und der erwarteten Entwicklung befragt. Aus den Angaben der Unternehmen wird der Stimmungsindikator Informationswirtschaft berechnet, welcher die konjunkturelle Situation der Unternehmen der Informationswirtschaft widergibt.

In jeder Welle der Konjunkturumfrage Informationswirtschaft werden zudem Daten zu aktuellen Schwerpunktthemen im Forschungsfeld Digitale Ökonomik erhoben. Dazu zählen aktuelle IKT-Trends, Investitionen in IKT und die Diffusion von neuen IKT-Anwendungen (z.B. Künstliche Intelligenz oder Cloud Computing). Darüber hinaus werden regelmäßig Hintergrunddaten z.B. über die Anzahl und die Qualifikation der Mitarbeiter/innen, die Arbeitsorganisation oder die Innovationstätigkeiten der Unternehmen erhoben. Zur Erhebung von Schwerpunktthemen ist die Umfrage regelmäßig auch in verschiedenen Projekten des Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ im Einsatz. Eine Auswahl dieser mit der Konjunkturumfrage verbundenen Projekte findet sich in der rechten Spalte unter „Zusatzinformationen“.

Die Ergebnisse der ZEW-Konjunkturumfrage in der Informationswirtschaft werden vierteljährlich im Branchenreport veröffentlicht. Darüber hinaus werden die zentralen Ergebnisse der Konjunkturumfrage regelmäßig über die ZEW-Pressemitteilungen publiziert.

Die ZEW-Konjunkturumfrage ist ein Folgeprojekt der seit dem ersten Quartal 2002 durchgeführten Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft. Deren Anpassung und Neuausrichtung war aufgrund von umfangreichen Umstellungen in der Wirtschaftszweigsystematik notwendig.

ZEW-Branchenreport Informationswirtschaft 1. Quartal 2020

Inhalt

  • Konjunktureinbruch in der Informationswirtschaft
  • Viele Unternehmen stellen DSGVO schlechtes Zeugnis aus

ZEW-Konjunkturumfrage in der Informationswirtschaft

Die vierteljährliche ZEW-Konjunkturumfrage in der Informationswirtschaft wird vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung seit Mitte 2011 durchgeführt. Dazu werden jeweils im letzten Quartalsmonat rund 1.000 Unternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten aus der Informationswirtschaft (Definition siehe unten) in Deutschland schriftlich kontaktiert. Regelmäßig nehmen etwa 1.000 Unternehmen an der Befragung teil. Die Unternehmen werden sowohl nach ihrer aktuellen konjunkturellen Lage bezüglich Umsatz, Nachfrage und Personalbestand, als auch nach ihren Erwartungen für das kommende Quartal befragt. Aus den Angaben zu Umsatzlage und -erwartung sowie zu Nachfragelage und -erwartung ergeben sich der Stimmungsindikator Informationswirtschaft sowie die Indikatoren für die Teilbranchen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister. Jede Umfragewelle behandelt zusätzlich ein aktuelles IKT-Schwerpunktthema.

Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer bei den konjunkturellen Fragen (Umsatz, Nachfrage und Personalbestand) mit den Umsatzgewichten hoch. Die Hochrechnungen für den Wirtschaftszweig insgesamt und die Teilbereiche (IKT-Branche und wissensintensive Dienstleister) werden nach Branchen und drei Größenklassen (5-19, 20-99, 100 und mehr Beschäftigte) durchgeführt. Die Mediendienstleister werden nur nach Größenklassen hochgerechnet. Die Formulierung „Anteil der Unternehmen“ reflektiert bei den konjunkturellen Fragen den „Umsatzanteil der Unternehmen“. Die Antworten der Umfrageteilnehmer auf alle anderen Fragen werden hauptsachlich auf die Anzahl aller Unternehmen der betrachteten Branchen hochgerechnet. Die Angaben zu Unternehmens-, Beschäftigungs- und Umsatzzahlen der Grundgesamtheit sind einer Sonderauswertung des Unternehmensregisters des Statistischen Bundesamtes entnommen, die sich momentan auf das Referenzjahr 2016 bezieht.

Die Informationswirtschaft setzt sich aus folgenden Branchen zusammen

IKT-Dienstleister

IKT-Dienstleister

  • Verlegen von Software,
  • Telekommunikation,
  • Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie,
  • Datenverarbeitung, Hosting, Webportale

IKT-Hardwarehersteller

IKT-Hardwarehersteller

  • Herstellung von elektronischen Bauelementen und Leiterplatten,
  • Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten,
  • Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik,
  • Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik,
  • Herstellung von magnetischen und optischen Datenträgern

Mediendienstleister

Mediendienstleister

  • Verlegen von Büchern und Zeitschriften; sonstiges Verlagswesen ohne Software,
  • Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen; Kinos; Tonstudios und Verlegen von Musik,
  • Rundfunkveranstalter,
  • Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen

wissensintensive Dienstleister

wissensintensive Dienstleister

  • Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung,
  • Public-Relations- und Unternehmensberatung,
  • Architektur- und Ingenieurbüros; technische, physikalische und chemische Untersuchung,
  • Forschung und Entwicklung,
  • Werbung und Marktforschung,
  • Sonstige freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten