In der vorliegenden Studie werden verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung von Materialeffizienz und Ressourcenschonung durch innovationspolitische Instrumente identifiziert. Während umweltpolitische Instrumente sicherstellen sollen, dass Umweltinnovationen vor allem in der Diffusionsphase gegenüber herkömmlichen Produkten und Verfahren keine Wettbewerbsnachteile erleiden (durch die Behebung der negativen Umweltexternalitäten), setzt die Innovationspolitik (die das Problem von Spillovers für Dritte vermindern soll) traditionell vor allem in der ersten Innovationsphase in Form direkter Projektförderung an. Allerdings besteht Handlungsbedarf im Bereich Material und Ressourceneffizienz insbesondere auch in der zweiten (Markteinführung) und dritten Innovationsphase (Diffusion):

  • Es besteht Bedarf an der Finanzierung von neuen Produkten und Prozessen durch Risikokapital, da sonst Ideen nicht realisiert werden können.
  • Es besteht ein Engpass bei der Diffusion bereits entwickelter Technologien in Unternehmen, da vielfältige betriebliche Barrieren zur Übernahme von Materialeffizienzverbesserungen bestehen.

In dieser Studie sollen deshalb ausgewählte Instrumente insbesondere für die Markteinführungs- und Diffusionsphase bewertet und weiterentwickelt werden:

  • Erstens soll untersucht werden, ob die Markteinführung von Materialeffizienz- Innovationen durch einen GreenTech-Fund erleichtert werden kann und wie dieser im Lichte innovationsökonomischer Erkenntnisse zielgerichtet für die Förderung von Umweltinnovationen auszugestalten ist.
  • Zweitens soll untersucht werden, ob und wie die Diffusion von Materialeffizienz- Innovationen durch die Förderung von "Leuchtturmprojekten" – mit einem Fokus auf die Förderung von Systeminnovationen – verbessert werden kann.

Zentral ist für diese Studie also der Übergang von öffentlicher zu privater Finanzierung. Es sollen Instrumente diskutiert werden, die vor allem zur Überwindung des "Valley of Death" beitragen. Tab. 1-1 veranschaulicht das Konzept.

Kategorie

Gutachten

Schlagworte

Materialeffizienz, Ressourcenschonung, Innovation, Innovationspolitik