Impact Assessment (IA – deutsch: Gesetzesfolgenabschätzung) hat das Potenzial, mehr nachhaltige Entwicklung hervorzubringen und auch die Effektivität und Effizienz der Entscheidungsfindung zu vergrößern. Um eine nachhaltige Gesetzgebung zu erreichen wird ein sicherer Grundstein durch IA benötigt, der durch die Nutzung vielfältiger IA Werkezeuge geschaffen werden kann. Bisherige Forschungsergebnisse zeigen aber, dass das Potential von IA nicht voll ausgeschöpft wird. Es sind viele Werkzeuge für IA entwickelt worden, jedoch werden noch nicht alle von den Entscheidern verwendet. Diese versäumten Möglichkeiten stehen bezeichnend für die große Kluft zwischen den zwei Gemeinschaften der IA Forscher und der IA Anwender. Die Anwender suchen nach Werkzeugen, die leicht und verständlich sind, während die Forscher mehr an Ausgereiftheit und Innovation der Werkzeuge interessiert sind. LIAISE versucht Brücken für diese zwei Gemeinschaften zu bauen, indem es Möglichkeiten untersucht und nutzt, die die Anwendung der IA Werkzeuge bei den politischen Entscheidungsfindungen ausweitet. Das Herz von LIAISE war eine gemeinsame Toolbox, die sowohl für die Politiker als auch die Forscher gleichzeitig zugänglich ist.

Das LIAISE Konsortium hat:
•    Die multidisziplinären Kernkompetenzen der großen Europäischen Institute vereint und die Expertise aus FP6  Projekten wie SEAMLESS, SENSOR, MATISSE, Sustainability A Test, IQ Tools und EVIA in sich konsolidiert.
•    Innovative Verbindungen (durch zielgerichtete, gemeinsam entwickelte und erstellte IA Testfälle) hergestellt zwischen Forschern, die sich mit den derzeitigen Bedürfnissen der Regierungsgestaltung befassen, und denjenigen, die die aktuellen Werkzeuge pflegen und verbessern, sowie neue Werkzeuge entwickeln.
•    Eine Struktur erstellt, die zu einem virtuellen Exzellenzzentrum für IA führt. Dieses fungiert als Drehscheibe, für die akademischen und Anwendernetzwerke, die für die Themen des „Network of Excellence“ (NoE – deutsch: Exzellenznetzwerk) von Bedeutung sind.
•    Die Flexibilität für die Unterstützung der realen IA Prozesse erhalten. Dies wurde durch einen strukturierten Dialog mit der IA Anwendergemeinschaft erreicht und durch einen Beraterbeirat für die Politik auf hoher Ebene vertreten.
•    Einen Geschäftsplan erstellt, der eine dauerhafte Arbeit, wissenschaftliche Glaubwürdigkeit und die effiziente Nutzung der gemeinsamen Toolbox auch nach der Projektphase gewährleistet.

Die folgenden Ergebnisse erreicht:
•    Eine gemeinsame Toolbox, um IA eine langlebige und flexible Infrastruktur mir verbesserten Werkzeugen zu bieten.
•    Eine Forschungsagenda, die von den Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen und den Anwendern durchgängig gepflegt wird.

Auftraggeber

Europäische Kommission, DG Research , Brüssel , BE

Projektzeitraum

01.11.2009 - 31.10.2014

Kontakt
Projektteam

Dr. Klaus Rennings (Leitung)
Frank Pothen

Kooperationspartner

ALTERRA B.V. ALTERRA , Wageningen, NL
Freie Universität Berlin, Berlin, DE
Aristotle University of Thessaloniki, Thessaloniki, GR
Natural Environment Research Council , Swindon, UK
Fondazione Eni Enrico Mattei, Mailand, IT
Aarhus University, Aarhus, DK
Estonian Institute for sustainable development, Stockholm Environment Institute Tallinn Centre, Tallinn, EE
Finnish Environment Institute, Helsinki, FI
Fundación Labein, Derio, ES
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Bonn, DE
University of East Anglia, Norwich , UK
Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, Leipzig, DE
Wageningen University, Wageningen, NL
Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V., Müncheberg, DE