Im Kontext zunehmender wirtschaftlicher Integration ist die steuerliche Standortattraktivität im internationalen Vergleich nicht nur für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eines Landes oder einer Region von Bedeutung, sondern sie ist zudem eine zentrale Größe im Standortwettbewerb um die Ansiedlung von Firmen, Betrieben und nicht zuletzt von Arbeitskräften. Einerseits gilt dies direkt für die Besteuerung der Unternehmen. Indirekt spielt jedoch auch die Besteuerung von Arbeitskräften für die Unternehmen insoweit eine wichtige Rolle, als bei unterstellter hoher Mobilität gerade hoch qualifizierte Arbeitskräfte sich an Nettolöhnen orientieren, weshalb die Unternehmen Unterschiede in der Steuerbelastung dieser Mitarbeiter tragen müssen. Angesichts der wachsenden Bedeutung multinationaler Unternehmen, der internationalen Arbeitsteilung und dem steigenden Bedarf an Humankapital ist von einer noch wachsenden Bedeutung der Besteuerung als Standortfaktor auszugehen. Im Rahmen des Projektes wird der seit dem Jahr 2001 bestehende BAK Taxation Index aktualisiert und um gezielte zusätzliche Analysen erweitert. Das vorliegende Forschungsprojekt untersucht insbesondere für das Jahr 2020 die steuerliche Attraktivität der Schweizer Kantone. Zusätzlich wird für das Jahr 2021 auch die steuerliche Attraktivität an mehr als 50 verschiedenen Standorten aus 19 europäischen Staaten, den USA und Asien. Darüber hinaus werden die möglichen Auswirkungen der Vorschläge in der Schweizer Reform der Unternehmensbesteuerung (STAF) simuliert.