ZEW stellt Kooperationsplattform ZEW Co-Design vor

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Neuer Rahmen für evidenzbasierte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis

Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stehen vor großen Herausforderungen. Unternehmen und Organisationen spielen eine zentrale Rolle in diesen Transformationsprozessen. Mit ZEW Co-Design hat das ZEW Mannheim eine neue Plattform für die strukturierte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Organisationen gestartet. Ziel ist es, exzellente wirtschaftswissenschaftliche Forschung systematisch mit konkreten Fragestellungen aus Unternehmen, Institutionen und der öffentlichen Hand zu verbinden und damit wirtschaftspolitische Impulse für Lösungsansätze zu bieten. ZEW Co-Design versteht sich ausdrücklich nicht als klassische Beratung. Vielmehr arbeiten Organisationen partnerschaftlich und Hand in Hand mit Forschenden an evidenzbasierten Lösungen, die auf anerkannten wissenschaftlichen Methoden und belastbaren Daten beruhen. Die gemeinsame Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Projekten stehen dabei im Mittelpunkt.

„Mit ZEW Co-Design verbinden wir Wissenschaft und Praxis in einem kollaborativen Format. Gemeinsam mit Organisationen wollen wir exzellente Forschung zu hochaktuellen Fragestellungen betreiben – etwa dazu, wie Fachkräfte langfristig gebunden werden können, wie sich Krankenstände senken lassen oder ob Sparappelle tatsächlich den Energieverbrauch reduzieren“, erläutert Prof. Dr. Adrian Hillenbrand, Direktor von ZEW Co-Design, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Marktdesign“ und Professor für Volkswirtschaftslehre am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). „ZEW Co-Design steht für ein modernes Verständnis von Wissenstransfer. Praktikerinnen und Praktiker werden frühzeitig in den Forschungsprozess eingebunden. So entstehen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit hoher Praxisrelevanz.“

Dachmarke bündelt langjährige Erfahrung

ZEW Co-Design richtet sich an Organisationen, Unternehmen sowie Einrichtungen der öffentlichen Hand. „Unter einer gemeinsamen Dachmarke bündelt die Plattform die langjährige Erfahrung des ZEW in der Kooperation mit Organisationen und Unternehmen insbesondere auch im Bereich Umwelt und Energie sowie Haushaltsentscheidungen bei Finanzen und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. Gleichzeitig fungiert sie als zentrale Anlaufstelle zur Initiierung neuer Projekte und zur Förderung des Austauschs zwischen Wissenschaft und Praxis“, sagt ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD.

Mehrwert für beide Seiten durch gemeinsame Forschung

Von der Kooperation profitieren beide Seiten: Forschende erhalten vertiefte Einblicke in reale Entscheidungsprozesse, institutionelle Rahmenbedingungen sowie Verhaltens- und Marktdynamiken. Diese Erkenntnisse sind zentral für die Weiterentwicklung bestehender Theorien und die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Ansätze.

„Unternehmen und öffentliche Organisationen können auf unsere unabhängige wissenschaftliche Expertise zugreifen. Gemeinsam entwickelte Lösungsansätze werden in systematischen Pilotprojekten erprobt und damit wird die Wirksamkeit zum Beispiel auf Produktivität oder Mitarbeiterzufriedenheit evaluiert. Sämtliche Analyse- und Evaluationsprozesse erfolgen datenbasiert und transparent. Als Wissenschaftler haben wir durch das Forschungsprivileg die Möglichkeit, tiefgehende Analysen durchzuführen und so ein Win-win-win für Wissenschaft, Organisationen, Mitarbeitende und Kunden zu erzeugen“, führt Prof. Guido Friebel, PhD, Co-Direktor bei ZEW CO-Design und Professor für Personalwirtschaft an der Goethe-Universität Frankfurt aus. 

Im Zentrum steht die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit mit dem Ziel, neue Erkenntnisse zu gewinnen und belastbare, evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen für aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse zu schaffen.

Weitere Informationen zu ZEW Co-Design finden Interessierte unter:

https://www.zew.de/co-design