Kelsey Moran erhält Heinz-König-Award 2026

Auszeichnungen

Auszeichnung für Forschung zu mangelnder Datenübertragbarkeit

Das ZEW Mannheim hat zum 26. Mal den Heinz König Young Scholar Award vergeben. Die Ökonomin Kelsey Moran, PhD von der Universität Miami wird für das Paper „Costs of Technological Frictions: Evidence from EHR (Non-)Interoperability“ ausgezeichnet, das sie gemeinsam mit Rebekah Dix, PhD von der Universität Stanford und Thi Mai Anh Nguyen, PhD von der Universität New York, verfasst hat.

Die prämierte Arbeit befasst sich mit einem der aktuell wichtigsten Marktversagen in der digitalen Wirtschaft: der mangelnden Datenübertragbarkeit. Anhand von Informationen zu den Softwaresystemen US-amerikanischer Krankenhäuser und Medicare-Abrechnungsdaten zeigen und quantifizieren die Autorinnen, wie technische Reibungsverluste zwischen den elektronischen Patientenakten-Systemen verschiedener Krankenhäuser nicht nur finanzielle Kosten verursachen. Sie gefährden auch unmittelbar das menschliche Wohlergehen sowie die Qualität essenzieller öffentlicher Dienstleistungen.

Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ würdigt die Arbeit: „Das prämierte Paper ist die bemerkenswerte Leistung von drei jungen Forscherinnen. Es liefert eine fundierte und umfassende Analyse der gesellschaftlichen Kosten digitaler Fragmentierung im Gesundheitsbereich. Bedeutend ist die Arbeit auch für zentrale Aspekte der europäischen Regulierung digitaler Märkte, insbesondere des Digital Markets Acts (DMA), der für große digitale Plattformen Interoperabilität und Datenaustausch vorschreibt.“

Über den Heinz-König-Young-Scholar-Award

Der Heinz-König-Award ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Preis wird jedes Jahr von einem Mitglied im ZEW – Förderkreis Wissenschaft und Praxis e.V. gestiftet – in diesem Jahr von der Hornbach Baumarkt AG. Dr. Joanna Kowalska, Finanzvorständin des Unternehmens, übereicht den Preis und beglückwünscht die Preisträgerin: „Es ist für mich und die Hornbach Baumarkt AG eine besondere Freude, junge, vielversprechende Forschende zu fördern. Insbesondere die hohe gesellschaftliche und regulatorische Relevanz der ausgezeichneten Arbeit haben mich überzeugt. Die klare Herleitung der Wohlfahrtseffekte und der Bezug zu aktuellen wirtschaftspolitischen Fragestellungen des untersuchten Themas unterstreichen die besondere Qualität des Papers.“

Der Award ist nach dem im Jahre 2002 verstorbenen Gründungsdirektor des ZEW Mannheim, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz König, benannt und würdigt hervorragende empirische Arbeiten junger Wirtschaftswissenschaftler/innen. Dies geschieht ganz im Sinne Heinz Königs, dem es ein großes Anliegen war, gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Diese Tradition setzt das ZEW Mannheim bis heute fort.

Der ZEW-Förderkreis

Der ZEW – Förderkreis Wissenschaft und Praxis e.V. fördert praxisrelevante Forschungsprojekte, finanziert ZEW-Vortragsreihen mit Vertretern/-innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und stiftet Preise im Feld der Wissenschaft und Politikberatung. Der Verein zählt 140 große und mittelständische Unternehmen sowie Privatpersonen zu seinen Mitgliedern, die sich durch ihr Engagement für das ZEW Mannheim als starkes Wirtschaftsforschungsinstitut in Baden-Württemberg einsetzen. Weiterführende Informationen auf der Webseite des ZEW-Förderkreises.

Kontakt

Katharina Kober
Referentin Internationales und Öffentlichkeitsarbeit
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