Private Hochschulcampi stärken die lokale Wirtschaft – insbesondere in weniger städtischen Regionen
ZEW policy brief Nr. 26-07 // 2026Die regionale Wirtschaftsentwicklung bleibt in Deutschland eine zentrale politische Herausforderung. Hochschulen werden häufig als mögliche Treiber lokaler Entwicklung angesehen. Für private Hochschulcampi war die empirische Evidenz bislang jedoch be grenzt. Neue Erkenntnisse für Deutschland zeigen, dass private Hochschulcampi die lokale wirtschaftliche Aktivität steigern können. Der geschätzte Effekt entspricht einem Anstieg des lokalen Bruttoinlandsprodukts um rund 1,5 bis 2,1 Prozent. Gleich zeitig sind die Effekte regional nicht einheitlich. Sie fallen insbesondere in intermediären und ländlicheren Regionen deutlich aus, während die Evidenz für stärker städtisch geprägte Regionen begrenzt ist. Die Effekte bauen sich zudem nur allmählich über die Zeit auf und werden erst nach mehr als zehn Jahren statistisch signifikant. Darüber hinaus gibt es keine Hinweise auf mess bare Effekte in benachbarten Regionen. Insgesamt legen die Ergebnisse nahe, dass private Hochschulcampi zur Regionalent wicklung beitragen können – insbesondere außerhalb der am stärksten städtisch geprägten Teile des Landes und über längere Zeithorizonte hinweg.
Krieger, Bastian, Henning Kroll, Torben Schubert und Linus Strecke (2026), Private Hochschulcampi stärken die lokale Wirtschaft – insbesondere in weniger städtischen Regionen, ZEW policy brief Nr. 26-07, Mannheim