Die in den letzten zwei Jahrzehnten insbesondere in den angelsächsischen Ländern angestiegenen Einkommensdifferenziale zwischen Qualifizierten und Unqualifizierten werden in der ökonomischen Theorie erklärt durch die zunehmende Bedeutung des internationalen Handels (Auslagerung von lohnintensiven Produktionsprozessen in Niedriglohnländer) oder Skill Biased Technical Change, d.h. technischen Fortschritt, der Qualifizierte und Hochqualifizierte begünstigt. Theoretische und empirische Untersuchungen zum Thema konzentrieren sich bisher hauptsächlich auf die Nachfrageseite, d. h. die Veränderung der Arbeitsnachfrage von Unternehmen aufgrund technischen Fortschritts (Substitution unqualifizierten Personals durch qualifiziertes), oder auf (in Niedriglohnländer) ausgelagerte Produktionsprozesse. Im Rahmen des Projekts soll diese Lücke einerseits durch Integration der Angebotsseite in ein Gesamtmodell, andererseits durch detaillierte Analysen des Weiterbildungsverhaltens privatwirtschaftlicher Unternehmen geschlossen werden. Alle Analysen stützen sich auf vergleichbare Daten europäischer Länder. Die empirischen Untersuchungen des ZEW-Projektteams stützen sich vor allem auf die Datensätze des Mannheimer Innovationspanels.

Auftraggeber

Europäische Kommission (DG XIII) , Brüssel , BE

Projektzeitraum

01.01.1999 - 31.12.2000

Kontakt
Kooperationspartner

Prof. Carlo Carror, Fondazione Eni Enrico Mattei, Mailand, IT
Prof. Claude D Aspremont, Centre for Operations Research and Econometrics, BE
Prof. Alfonso Gambardella, Fondazione Eni Enrico Mattei, Mailand, IT
Dominique Goux, Institut National de la Statistique et des Études Économiques, Paris, FR
Prof. Dr. Jaques Mairesse, Centre de Recherche en Economie et Statistique, Paris, FR
Prof. Thomas Moutos, Centre for Economic Research and Environmental Strategy, Athen, GR
Prof. David Ulph, University College London, London, UK
Prof. John van Reenen, University College London, London, UK