Forschung zu Gesundheitsökonomie in der Metropolregion stärken
Termine und NachrichtenWissenschaftsministerin Baden-Württembergs, Olschowski, traf sich mit hochrangigen Vertretern/-innen aus Bildung und Forschung am ZEW
Am ZEW Mannheim trafen sich am 20. März 2026 über 20 hochrangige Vertreter/innen aus der Wissenschaft mit Ministerin Petra Olschowski, um gemeinsam Perspektiven auszuloten, um die Forschung zur Gesundheitsökonomie in der Region zu stärken und dem wachsenden Bedarf an wissenschaftlicher Gesundheitspolitikberatung nachzukommen.
Dem wissenschaftlichen Austausch wohnten neben der Ministerin und Forschenden des ZEW die Rektorin der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frauke Melchior, der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Thomas Fetzer, sowie die Dekane der volkswirtschaftlichen und medizinischen Fakultäten bei. Ausschlaggebend für dieses Netzwerktreffen war die Ende 2025 bewilligte Bund-Länder-Förderung zum Aufbau des Forschungsbereichs Gesundheitsökonomie am ZEW, die das Land Baden-Württemberg sowie das MWK besonders unterstützt hatten. Die Chancen, die sich daraus für Baden-Württemberg und die Region im Zusammenspiel der ökonomischen Forschung an der Universitätsmedizin, den Universitätsstandorten Mannheim und Heidelberg und dem ZEW ergeben, standen im Mittelpunkt des Austauschs.
ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD betonte: „Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten weltweit. Zugleich ist es eines der teuersten und krankt an vielen Stellen. Unsere evidenzbasierten Analysen, die medizinische und ökonomische Perspektiven zusammenführen, werden daher für Politik und Wirtschaft immer wichtiger. Wir haben heute die Universitäten der Region und die Dekane und Sprecher der volkswirtschaftlichen und medizinischen Fakultäten eingeladen, um Synergien und Kooperationsansätze gemeinsam mit der Wissenschaftsministerin zu diskutieren. Das ZEW kann hier mit seinen Forschungsschwerpunkten eine der tragenden Säulen bilden.“
Ideale Voraussetzungen in der Metropolregion Rhein-Neckar
Bereits heute gehört die Region zu den führenden Standorten für Wirtschaftswissenschaften und medizinische Forschung und Versorgung in Europa. Neben dem Ausbau des Forschungsbereichs „Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik“ sowie dem Forschungsschwerpunkt auf Sozialversicherungen im Forschungsbereich „Arbeitsmärkte“ am ZEW Mannheim wurden in der Vergangenheit zwei Professuren für Gesundheitsökonomie an den medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg geschaffen.
Claudia von Schuttenbach, Geschäftsführerin des ZEW, betont: „Der Wissenschaftsraum Mannheim-Heidelberg bietet hervorragende Voraussetzungen für den Ausbau gesundheitsökonomischer Forschung. Jetzt gilt es, dieses Momentum zu nutzen und den Standort gezielt zu einem national und international führenden Zentrum der Gesundheitsökonomie weiterzuentwickeln.“
ZEW bringt breite Expertise ein
Anlässlich des Netzwerktreffens formulierten mehrere ZEW-Forschende Impulse für den anschließenden Dialog. Prof. Dr. Simon Reif, Leiter des Forschungsbereichs „Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik“, und Prof. Dr. Nicolas Ziebarth, Leiter des Forschungsbereichs „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“ gaben einen Einblick in ihre aktuelle gesundheitsökonomische Forschung am ZEW Mannheim. Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ sowie Vorsitzende der Expertenkommission Forschung und Innovation der (EFI) Bundesregierung, betonte die Bedeutung der Digitalisierung für das Gesundheitswesen.