30 Prozent weniger Lohn für Frauen? Warum Frauen in der Gig-Economy weniger verdienen
#ZEWPodcastZEW Wirklich Wirtschaft mit Dr. Eliza Stenzhorn zum Gender Wage Gap
Am 8. März ist der Weltfrauentag, der auf die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern hinweisen soll. Im Jahr 2025 verdienten Frauen in Deutschland pro Stunde im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Über den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in der Gig Economy spricht Dr. Eliza Stenzhorn in der aktuellen Ausgabe von „ZEW Wirklich Wirtschaft“. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts oder Deezer sowie auf der ZEW-Webseite verfügbar.
Stenzhorn führt im Gespräch mit Podcast-Host Fabian Oppel auf Basis einer eigenen Studie aus, dass der unbereinigte Gender Wage Gap in der Gig Economy mit rund 30 Prozent sehr hoch ist. Dieser Unterschied lässt sich jedoch weitgehend erklären: Rund 90 Prozent des erklärbaren Lohnunterschieds sind auf Unterschiede im Bewerbungsverhalten zurückzuführen, ein kleinerer Teil auf Unterschiede in formaler Bildung und spezifischen Qualifikationen. Werden diese Faktoren statistisch berücksichtigt, reduziert sich der Gender Wage Gap auf unter zwei Prozent – und liegt damit deutlich niedriger als auf klassischen Arbeitsmärkten. Die Art und Weise, wie Frauen und Männer die Plattformen nutzen, auf denen Jobs vermittelt werden, ist also hoch relevant.