Das Forschungsprojekt „Analysen zu Kosten und Erträgen von Fachwechsel und Studienabbruch“ (AKEFS) untersucht ausgewählte Ursachen und ökonomische Konsequenzen von Fachwechseln und einem Studium ohne Abschluss aus individueller und fiskalischer Perspektive. Im ersten Teilprojekt wird gezeigt, dass Studierende mit höherer Wahrscheinlichkeit das Fach wechseln oder das Studium abbrechen, wenn sie nicht ihr Wunschfach studieren können. Nach den empirischen Analysen des zweiten Teilprojekts scheinen die langfristigen durchschnittlichen Wirkungen eines Studiums ohne Abschluss im Vergleich zu keinem Studium bezogen auf das berufliche Prestige positiv zu sein, und bezogen auf die Lebenszufriedenheit negativ. Für Löhne und Arbeitszeiten wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede ermittelt. Die Ergebnisse des dritten Teilprojekts deuten darauf hin, dass ein erfolgreiches Studium bezogen auf das Erwerbsleben im Durchschnitt signifikante positive Nettoerträge und Bildungsrenditen für die öffentlichen Haushalte erwarten lässt, während bei einem Studium ohne Abschluss die fiskalischen Kosten die geschätzten späteren Erträge übersteigen. Aufbauend auf den Ergebnissen werden Handlungsoptionen für die Bildungspolitik erarbeitet.

Berlingieri, Francesco, Julia Heigle, Friedhelm Pfeiffer und Holger Stichnoth (2021), Analysen zu Kosten und Erträgen von Fachwechsel und Studienabbruch, in: Neugebauer M., Daniel HD., Wolter A. Studienerfolg und Studienabbruch, Wiesbaden, 261-280. Download

Schlagworte

Arbeitsmarkt, Fachwechsel, Lebenszufriedenheit, Studienerfolg, Studium ohne Abschluss