ZEW-Konjunkturerwartungen für März: Verhaltener Optimismus

Forschung

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland legen im März auf 17,7 Punkte zu. Dies entspricht einem Anstieg um 2,7 Punkte gegenüber dem Vormonat. Es zeigt sich demnach ein verhaltener Optimismus für das zweite Halbjahr 2003.

Belastend für die Konjunkturentwicklung wirken weiterhin die Erwartung eines bevorstehenden Irakkrieges und der ungebrochene Abwärtstrend an den Aktienmärkten. Die getrennte Auswertung verschiedener Zeiträume über die gesamte Umfrageperiode vom 3. bis zum 17. März zeigt jedoch, dass sich die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank positiv auf die Erwartungen ausgewirkt hat. Auch die Rede von Bundeskanzler Schröder scheint zu dem leichten Anstieg des Indikators beigetragen zu haben. Ebenfalls leicht gestiegen sind die Konjunkturerwartungen für die Eurozone. Diese haben sich im März um 0,9 Punkte verbessert und liegen nun bei 29,6 Punkten nach 28,7 Punkten im Vormonat.

An der Umfrage im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, haben sich in diesem Monat 313 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Der Indikator Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung (auf Sicht von sechs Monaten) in Deutschland wieder.

Ansprechpartner

Volker Kleff, E-Mail: kleff@zew.de

David Lahl, E-Mail: lahl@zew.de