„Bestehende technologische Abhängigkeiten nicht weiter verfestigen“
KommentarZEW-Ökonomin Irene Bertschek zur KI-Partnerschaft mit Nvidia
Medienberichten zufolge möchte die deutsche Bundesregierung eine Kooperation mit dem US-Chiphersteller Nvidia eingehen, um Künstliche Intelligenz (KI) voranzutreiben. Auch deutsche Firmen wollen sich beteiligen.
Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“, erklärt dazu:
„Eine Kooperation zwischen der Bundesregierung und Nvidia ist ein strategisch wichtiger Schritt, um den Zugriff auf Chips und damit auf Rechenkapazität zu sichern. Das bringt die Entwicklung und Anwendung von KI in der deutschen Wirtschaft voran. Gerade bei industrieller KI verfügt Deutschland über erhebliche Potenziale, die es besser auszuschöpfen gilt. Die Kooperation mit Nvidia als weltweit führendem US-amerikanischem Chip-Hersteller kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Allerdings müssen parallel dazu europäische KI-Infrastrukturen, KI-Modelle und eigene technologische Kompetenzen weiter gestärkt werden. Dies gilt auch für die Chip-Produktion, sonst stehen in der Zukunft womöglich keine Alternativen zur Verfügung und bestehende technologische Abhängigkeiten verfestigen sich weiter.“