Viele Länder Europas und der Welt sind durch eine steigende Einkommensungleichheit und eine niedrige, oftmals stagnierende soziale Aufstiegsmobilität gekennzeichnet. Dieses Thema wird sowohl in der Wissenschaft als auch von politischen Entscheidungsträgern/-innen kontrovers diskutiert. Die Ursachen geringer Aufstiegsmobilität und deren Wirkung auf die volkswirtschaftliche Entwicklung sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht. Sie sollen in diesem SEEK-Projekt in einem Forschungsnetzwerk mit internationalen Experten untersucht werden.

Die Wissenschaftler/innen möchten erforschen, welchen Beitrag eine höhere soziale Aufstiegsmobilität für die wirtschaftliche Entwicklung in europäischen und anderen Volkswirtschaften geleistet hat, beziehungsweise leisten kann. In vielen politischen Programmen in den Ländern Europas, aber auch in den USA, wird mehr Aufstiegsmobilität gefordert, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Das vorliegende Projekt soll dazu dienen, Entscheidungsträger/innen über mögliche Auswirkungen einer höheren Chancengleichheit auf die wirtschaftliche Entwicklung zu informieren. Ziel des SEEK-Projekts ist es zudem, das Verständnis der kausalen Wirkungen einer höheren sozialen Mobilität auf volkswirtschaftliche Kennziffern wie die Wirtschaftsleistung pro Kopf zu verbessern und zudem die Mechanismen zu identifizieren, die einer möglichen Verbesserung zugrunde liegen.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers

Ben Yahmed, Sarra, Lorenzo Cappellari, Daniele Checchi, Miles Corak, Stephen Jenkins, Guido Neidhöfer, Michèle Tertilt und Mariano Tommasi (2020), COVID-19 and Inequality, ZEW policy brief Nr. 20-05, Mannheim. Download

Brunori, Paolo und Guido Neidhöfer (2020), The Evolution of Inequality of Opportunity in Germany: A Machine Learning Approach, ZEW Discussion Paper No. 20-013, Mannheim. Download