Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat in Baden-Württemberg eine lange Tradition und ist eine wichtige Säule der Wirtschaft. Zur ihrer Unterstützung hat die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag von 2016 vereinbart, geeignete Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturschaffende zu setzen. Um die Fortschritte messen und auf neue Herausforderungen reagieren zu können, ist eine vertiefte und aktualisierte Analyse zum Stand der Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg notwendig, welche vom ZEW ¬ Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg im Jahr 2018 erstellt wurde.
Wichtige Treiber für das Wachstum einer Branche sind zum einen die Unternehmensgründungen und zum anderen die Innovationsaktivität der Unternehmen in der Branche. Zusätzlich zum Projekt zu den wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg bietet das ZEW daher hiermit eine Analyse des Gründungs- und Innovationsgeschehens in der baden-württembergischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Beide Aspekte werden vom ZEW bereits für die gesamtdeutsche Kultur- und Kreativwirtschaft im bundesweiten Monitoring Kultur- und Kreativwirtschaft regelmäßig untersucht.
Eine Analyse dieser beiden Aspekte ist deshalb essentiell, um Aussagen zur zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung treffen zu können. In diesem Projekt werden die am ZEW exklusiv zur Verfügung stehenden Daten des Mannheimer Unternehmenspanels (MUP) und des Mannheimer Innovationspanels (MIP) für die Analyse des Gründungs- und Innovationsgeschehens in der baden-württembergischen Kultur- und Kreativwirtschaft herangezogen.