Wir untersuchen in drei Arbeitspaketen die Effizienz der Innovationspolitik in China im Hinblick auf die Förderung von Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit sowie Anpassungsreaktionen von Unternehmen in Deutschland auf den zunehmenden chinesischen Importwettbewerb. Ausgangpunkt für Arbeitspaket 1 (AP 1) ist die Beobachtung steigender Forschungs- und Entwicklungs- (FuE) Ausgaben und Patente bei gleichzeitig abnehmendem Wachstum der totalen Faktorproduktivität (TFP), was unzureichende Innovationserträge suggeriert. AP 1 untersucht daher den kausalen Einfluss von Innovationen auf die Wettbewerbsfähigkeit (TFP) in China. Besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, ob es der chinesischen F&I-Politik gelingt, durch missionsorientierte Innovationsanreize stärkere Produktivitätseffekte zu generieren im Vergleich zu marktorientierten Innovationen. AP 2 und AP 3 untersuchen, inwieweit sich die Unternehmen in Deutschland an den steigenden chinesischen Importwettbewerb anpassen, da China seit 2014 größter Importeur in Deutschland ist. Dabei differenzieren wir zwischen dem Importwettbewerb auf Produkt- und Faktormärkten. Für Wirtschaft und Politik ist es von zentraler Bedeutung zu verstehen, ob der Produktmarktwettbewerb mit Produzenten aus China sowie das zunehmende chinesische Angebot technologisch hochwertiger Vorleistungen im Faktormarkt Anreiz oder Bremse für Innovationsaktivitäten deutscher Unternehmen darstellen. Das AP 2 untersucht daher den kausalen Effekt des chinesischen Importwettbewerbs auf Innovationen und TFP von Unternehmen in Deutschland. AP 3 ergänzt diese Analyse, indem es auf Basis detaillierter Fallstudien in deutschen Unternehmen in ausgewählten technologischen Feldern und Märkten die Veränderungen von Innovationsstrategien, FuE-Strukturen, Investitionen und die damit verfolgten Ziele untersucht. Die empirischen Analysen erleichtern eine evidenzbasierte Gestaltung der deutschen F&I-Politik infolge der gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit Chinas.