ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann zur EZB-Zinsentscheidung

Kommentar

„Gesunkene Inflation und starker Euro geben den Tauben Auftrieb“ (Februar 2026)

Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“, zur EZB-Zinsentscheidung und europäischen Volkswirtschaft.

Der EZB-Rat hat entschieden, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Prof. Dr. Friedrich, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim und Professor an der Universität Heidelberg, erklärt dazu:

„Die Entscheidung heute dürfte im EZB-Rat völlig unstrittig gewesen sein. Spannend wird nun, ob eine Zinssenkungsdebatte beginnt. Zwei Argumente könnten den Tauben Auftrieb geben: die zu Jahresanfang gesunkene Inflation und der starke Euro-Außenwert, der die Importpreise drückt. Allerdings sind das Momentaufnahmen. Wenn die Energiepreise drehen und sich der US-Dollar erholt, klettert die Euro-Inflation wieder rasch über zwei Prozent. Erfreulich für die EZB ist die vorübergehende Entschärfung des französischen Haushaltskonflikts. Mit sinkenden Risikoprämien für französische Staatsanleihen kann sich der Rat ganz auf die geldpolitischen Argumente konzentrieren.“