Klimafreundliche Kurierdienstleistungen durch freiwilligen CO2-Ausgleich

Warum es für Unternehmen hilfreich sein kann, über die Offenlegung ihres freiwilligen CO2-Ausgleichs individuell zu entscheiden

Der Verkehrssektor ist eine zentrale Quelle von Schadstoff- und Treibhausgasemissionen. Wie können CO2-Belastungen aus stark expandierenden Bereichen wie den Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen reduziert werden?

In einem feldexperimentellen Ansatz wird untersucht, inwieweit die Offenlegung eines individuellen freiwilligen CO2-Ausgleichs die Nachfrage nach CO2-neutralen Paketdienstleistungen erhöhen und somit zu emissionsärmeren Lösungen für die Paketlogistik beitragen kann. 

Praxispartner

Projekte

Klimafreundliche Kurierdienstleistungen (CO2URIER)

Der Verkehrssektor stellt eine wichtige Quelle von Schadstoffemissionen und speziell von Treibhausgasen dar. Da CO2-Emissionen aus Transportdienstleistungen nicht vom Europäischen EU-Emissionshandel (EU-ETS) erfasst werden, ist die Reduzierung oder der Ausgleich dieser Emissionen dem Gleichgewicht der Treibhausgase wahrlich zuträglich. In diesem Projekt konzentrieren wir uns auf den wachsenden Bereich von Kurierdienstleistungen, der eine komplexe Kette von Transportelementen und damit das Potenzial beinhaltet, die vielschichtigen Nachteile für die Umwelt zu reduzieren – sowohl bei Business-to-business Dienstleistungen als auch bei Lieferanfragen von Einzelpersonen, beispielsweise beim Online- Shopping.

Projekte

SEEK-Projekt 2020: Klimafreundliche Kurierdienstleistungen durch freiwilligen CO2-Ausgleich – eine Umfrage in der polnischen Bevölkerung

KEP-Dienstleistungen (Kurier-, Express- und Paketdienste) weisen aktuell sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern wie Polen einen starken Wachstumstrend auf. Mit den steigenden Bedürfnissen nach KEP-Dienstleistungen wachsen auch der Ressourcenverbrauch und die daraus resultierende Umweltbelastung. Gleichzeitig bieten KEP-Dienste mit ihrer komplexen Kette aus Transport- und Logistikelementen ein vielschichtiges Potenzial, um nachteilige Umwelteffekte zu reduzieren. Dies gilt sowohl für KEP-Sendungen zwischen Unternehmen (business-to-business Dienstleistungen) wie auch zwischen Privatpersonen und Unternehmen. In einem Feldexperiment, das von dem Projektteam dieses Projekts in Kooperation mit einem polnischen Kurierdienstleister durchgeführt wurde, wurde die Bereitschaft von Firmen zum freiwilligen Ausgleich von CO2-Emissionen untersucht.

Ansprechpartner

Martin Kesternich

Prof. Dr. Martin Kesternich

Research Associate E-Mail martin.kesternich@zew.de
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Kooperationspartner/innen

Prof. Kathrine von Graevenitz, PhD

Prof. Kathrine von Graevenitz, PhD

Stellvertretende Leitung

Umwelt- und Klimaökonomik

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Prof. Eric Floyd, PhD

Prof. Eric Floyd, PhD

UCSD Rady School of Management

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Prof. Mike Price, PhD

Prof. Mike Price, PhD

University of Alabama und NBER

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