ZEW startet Artist-in-Residence-Programm mit Stefan Karrer

Gäste am ZEW

Un/Calculated Future

Im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms „Un/Calculated Futures“ begrüßt das ZEW im Herbst 2026 den Künstler Stefan Karrer am Institut.

Wie lassen sich die großen Zukunftsfragen unserer Zeit nicht nur wissenschaftlich erforschen, sondern auch künstlerisch erfahrbar machen? Dieser Frage widmet sich das Artist-in-Residence-Programm „Un/Calculated Futures“, mit dem das ZEW Mannheim im Herbst 2026 den Künstler Stefan Karrer für vier Wochen am Institut begrüßt.

Während seines Aufenthalts wird Karrer eng mit Forschenden des ZEW zusammenarbeiten und sich mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunftsfragen beschäftigen – von Innovation und Digitalisierung über Klimapolitik bis hin zu Europa und globalen Transformationsprozessen. Aus Gesprächen, Beobachtungen und gemeinsamen Reflexionen entstehen künstlerische Arbeiten, die wissenschaftliche Erkenntnisse aus einer neuen Perspektive sichtbar machen.

Raum für Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft

„Mit seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit digitalen Infrastrukturen, algorithmischen Prozessen und den Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf Gesellschaft und Individuum bringt Stefan Karrer eine Perspektive ein, die den Dialog mit der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung auf besondere Weise bereichert“, freut sich ZEW-Präsident Prof. Dr. h. c. Achim Wambach, PhD über die neue Partnerschaft. 

Mit „Un/Calculated Futures“ schafft das ZEW einen Raum für den Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft. Das Programm lädt dazu ein, Gewissheiten zu hinterfragen, neue Sichtweisen zu entwickeln und die Grenzen zwischen analytischem Denken und künstlerischer Imagination auszuloten. Denn nicht alle Zukunften lassen sich berechnen – manche müssen zunächst vorgestellt werden.

Die Ergebnisse der Residency werden zum Abschluss des Aufenthalts in einer öffentlichen Präsentation im November 2026 am ZEW vorgestellt.

Über Stefan Karrer

Stefan Karrer ist ein Schweizer Künstler, der in Wien und Basel lebt und arbeitet. In seinen Arbeiten verbindet er Text, Video, Installation sowie Performance und untersucht, wie digitale Technologien, Medien sowie Algorithmen unsere Wahrnehmung, Kommunikation und Vorstellung von Wirklichkeit prägen. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Praxis sind häufig digitale Bildwelten, Internetkultur und alltägliche Medienphänomene, die er neu anordnet und in überraschende Zusammenhänge überführt.

Karrer studierte Musik und Medienkunst sowie Contemporary Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern. Für seine Arbeiten wurde er unter anderem mit dem Basler Medienkunstpreis ausgezeichnet und erhielt 2024 einen Pax Art Award. Seine Werke waren unter anderem im Fotomuseum Winterthur, der Kunsthalle Basel, dem Cabaret Voltaire in Zürich, dem Centre Culturel Suisse in Paris sowie im C/O Berlin zu sehen.