ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann zur Fed-Entscheidung

Kommentar

„Fed zeigt, wo auch bei der EZB die Reise hingeht“

Die US-amerikanische Notenbank Fed hat ihren Kurs der raschen Zinserhöhungen fortgesetzt und den Leitzins um 0,75 Basispunkte angehoben. Damit wird nun bereits eine Zinsspanne von 3,00 bis 3,25 Prozent erreicht. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim, erklärt dazu:

„Der amerikanischen Notenbank stemmt sich mit ihren raschen Zinserhöhungen gegen die Inflation und dieser Weg geht weiter. Schon Anfang November wird der Leitzins das Vier-Prozent-Niveau erreicht haben. Besonders der Anstieg der um Energie und Lebensmittel bereinigten Kerninflation auf über sechs Prozent zeigt, wie breit die Inflationsdynamik inzwischen geworden ist. Im Unterschied zur EZB sammelt die Fed im Zuge ihres Bilanzabbaus auch bereits das Geld wieder ein, das sie in den Krisenjahren in die Wirtschaft gepumpt hat. Angesichts eines nicht geringeren Inflationsdrucks in Europa zeigen die Fed-Entscheidungen, wo auch bei der EZB die Reise hingeht.“

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