ZEW-Index verschlechtert sich weiter
ZEW-KonjunkturerwartungenDer ZEW-Indikator liegt bei minus 17,2 Punkten
Nach dem starken Einbruch der Erwartungen im März trüben sich diese im April weiterhin ein. Sie liegen mit minus 17,2 Punkten um minus 16,7 Punkte unter dem Vormonatswert. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt ebenfalls einen Rückgang. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 73,7 Punkten um minus 10,8 Punkte unter dem Vormonatswert.
„Die Erwartungen fallen ins Negative. Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Konjunktur gehen weit über den Anstieg der Preise hinaus: Die Sorge vor einer längerfristigen Verknappung des Energieangebots hemmt Investitionen und schwächt die Wirkung staatlicher Impulse“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD die aktuellen Ergebnisse.
Die Erwartungen über die Industriebranchen stehen weiterhin unter dem Eindruck des Iran-Krieges. Während die Automobilbranche weitgehend stabil bleibt (Saldo bei minus 44,2 Punkten), verschlechtern sich die Aussichten für die Chemie- und Pharmaindustrie (minus 11 Punkte gegenüber März) und Stahl- und Metallproduktion (minus 21 Punkte gegenüber März) stark. Die Erwartungen für die Baubranche rutschen mit minus 3,8 Punkten ins Negative.
Auch die Erwartungen für die Eurozone verzeichnen einen starken Rückgang im April. Der Index liegt um minus 11,9 Punkte niedriger als noch im März bei einem Saldo von minus 20,4 Punkten. Die Bewertung der Lage verschlechtert sich. Diese liegt mit minus 43 Punkten um minus 13,1 Punkte unter dem Vormonatswert.