Zur Bedeutung des Kindergartens für die Schulbiografie - Eine Analyse mit den Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP)

Zur Bedeutung des Kindergartens für die Schulbiografie - Eine Analyse mit den Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP)

Gegenstand des Projekts war eine empirische Analyse des Zusammenhangs zwischen Kindergartenpartizipation und Sekundärschulwahl. Die empirische Analyse basiert auf einer Stichprobe von 1.332 Kindern aus dem Sozio-Oekonomischen Panel (SOEP) Berlin, für die vom Alter von zwei Jahren bis zum Zeitpunkt der Sekundarschulwahl (meist im Alter von 12 bis 14 Jahren) Informationen verfügbar sind. Die einbezogenen Kinder stammen aus den Geburtsjahrgängen 1982 bis 1993, so das über einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren für jedes Jahr Angaben vorliegen. Mit Hilfe dieser Stichprobe wurde ermittelt, ob die Kinder eine Tagesstätte besucht haben, wie viele Jahre der Besuch gedauert hat und ob dies halbtags oder ganztags der Fall war. Etwa 76 Prozent der Kinder in der Stichprobe besuchen den Kindergarten für zwei oder drei Jahre und das überwiegend halbtags. Vier Prozent der in der Stichprobe enthaltenen Kinder haben nie einen Kindergarten besucht. 20 Prozent der in der Stichprobe enthaltenen Kinder besuchten den Kindergarten ganztags. Die ökonometrischen Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder, die viele Stunden pro Tag im Kindergarten verbracht haben und Kinder, die gar nicht im Kindergarten waren, eine um bis 18 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit haben, ein Gymnasium zu besuchen, als Kinder, die halbtags im Kindergarten waren. Dieses Ergebnis bedeutet, dass eine Ganztags- im Vergleich zu einer Halbtagsbetreuung im Kindergarten für sich genommen keine nachweisbare Wirkung für die weitere Schulbiografie hatte.

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Friedhelm Pfeiffer

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Grit Mühler

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