In der öffentlichen Bewertung von Landesregierungen und -verwaltungen liegt der Fokus derzeit auf die für Bürger bereitgestellten Leistungen. Viel zu kurz kommt die Frage, in welcher Weise Länder auch eine gute oder schlechte Leistung zur Sicherung der Wertschöpfung leisten und (Familien-)unternehmen ein attraktives Umfeld bieten. Der Bundesländerindex Familienunternehmen möchte einen Beitrag leisten, die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese vernachlässigte Dimension zu lenken um damit das Bewusstsein zu schärfen, dass auch Landespolitiker eine Verantwortung für die Sicherung wirtschaftsfreundlicher Standortbedingungen in Deutschland haben. Der Politik soll ein solcher Index helfen, mögliche „Best Practices“ in den Politikansätzen der Bundesländer zu identifizieren und damit wechselseitiges föderales Lernen zu befördern. Ziel dieser Machbarkeitsanalyse ist es daher, einen Index zur Attraktivität der Rahmenbedingungen für Familienunternehmen in den deutschen Bundesländern zu konzipieren, seinen Mehrwert im Licht bestehender regionaler Standortvergleiche abzuschätzen und seine Umsetzbarkeit zu überprüfen und die Erstberechnung eines solchen Index konzeptionell vorzubereiten.