Europäische Start-up- und Innovationspolitik im Fokus
Termine und NachrichtenKabinettschef der EU-Forschungskommissarin zu Gast am ZEW
Dr. Andreas Schwarz, Kabinettschef der EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation, Ekaterina Zaharieva, besuchte am 23. Juli 2026 das ZEW Mannheim. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Herausforderungen der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik sowie Möglichkeiten, Europas technologische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Prof. Dr. Hanna Hottenrott, Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“, und Dr. Marius Berger stellten neueste Forschung zur Gründungsdynamik und zur Finanzierung innovativer junger Unternehmen vor. Gemeinsam mit Schwarz sprachen sie über die Entwicklung des europäischen Wagniskapitalmarkts, die Wirksamkeit öffentlicher Förderinstrumente und die Rolle der öffentlichen Beschaffung für Start-ups – auch in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit.
Schwarz erhielt zudem Einblicke in die ZEW-Dateninfrastruktur zu Unternehmensgründungen, Wachstumsprozessen und Innovationsaktivitäten. Diese Daten ermöglichen, strukturelle Entwicklungen und die Wirkung wirtschaftspolitischer Maßnahmen empirisch zu untersuchen und daraus fundierte Impulse für die Politikberatung abzuleiten.
Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ und Vorsitzende der Expertenkommission Forschung und Innovation, erörterte mit Schwarz die Entwicklung des europäischen KI-Ökosystems. Dabei ging es neben den Voraussetzungen für den erfolgreichen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung in Technologieunternehmen und die geplante europäische Gesellschaftsform „EU Inc.“ auch um die Frage der digitalen Autonomie und den Aufbau von “AI Gigafactories”
In den Austausch waren auch ZEW-Präsident Prof. Dr. h. c. Achim Wambach, PhD, und ZEW-Geschäftsführerin Claudia von Schuttenbach eingebunden. Das offene und konstruktive Gespräch knüpfte an die ZEW Lunch Debate vom 16. Juni 2026 in Brüssel zur europäischen Start-up- und Scale-up-Strategie an und zeigte weitere Perspektiven für die Zusammenarbeit zwischen ZEW und der EU-Kommission auf.