ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann zur Inflationszahl

Kommentar

„Neue Inflation trifft auf alte Inflation“ (März 2026)

ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann kommentiert die Entwicklung der deutschen Inflationsrate.

Das Statistische Bundesamt hat die vorläufigen Ergebnisse zur Entwicklung der deutschen Inflationsrate im März 2026 veröffentlicht. Die am deutschen Verbraucherpreisindex gemessene Inflationsrate ist diesen Berechnungen zufolge von 1,9 auf 2,7 Prozent gestiegen. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim und Professor an der Universität Heidelberg, erklärt dazu:

„Dieser Anstieg der Inflationsrate ist erst der Anfang. Der Sprung bei den Energiepreisen wird sich in den kommenden Monaten in viele Kalkulationen hineinfressen und zu Preiserhöhungen führen. Das Problem ist außerdem, dass Deutschland bereits vor dem Iran-Krieg mit einer hartnäckigen Inflation bei den Dienstleistungen konfrontiert war. Die neue Inflation bei Sprit und Gas trifft nun auf die alte Inflation – vom Handwerk bis zur Unterhaltungsbranche. Diese Mischung wird die Inflation in Deutschland nun rasch auf drei Prozent und darüber treiben.“