Sachsen und Bayern sind die Starken beim Standort
ForschungBundesländerindex: Mittel des Sondervermögens für die Zukunft nutzen
Sachsen stößt Bayern vom Thron, Niedersachsen arbeitet sich nach vorn, Sachsen-Anhalt ist besonders zukunftsorientiert, Rheinland-Pfalz im Hintertreffen. Die Ergebnisse des zweiten Bundesländerindex der Stiftung Familienunternehmen in Kooperation mit dem ZEW Mannheim sind teils überraschend. Er will zum Lernen motivieren und Orientierung geben für den Einsatz der Milliarden aus dem Sondervermögen.
Sachsen und Bayern stehen mit deutlichem Abstand an der Spitze des Rankings, das eine Vielzahl von Einzelindikatoren zu fünf Subindizes zusammenfasst: Steuern, Arbeit/Humankapital, Finanzierung, Infrastruktur, Institutionen. Sachsen schneidet allerdings bei Steuern und Institutionen eher durchschnittlich ab, Bayern überzeugt nicht so recht bei der Infrastruktur. Hier ist Niedersachsen (Platz drei) besonders gut. Dagegen zeigt auch Baden-Württemberg (Platz fünf) bei der Infrastruktur Schwächen.
Beim Thema Infrastruktur spielt unter anderem die Elektrizitätsversorgung eine Rolle, die im Süden höhere Netzentgelte aufweist. Wer die Digitalisierung der Verwaltung beherzt begonnen hat, wird wie NRW mit einem guten Rangplatz beim Index Institutionen belohnt. Die Beurteilung ist also komplex, und nicht alles lässt sich politischen Entscheidungen zurechnen, wie Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“, betont.