In diesem Projekt entwickeln wir eine Methode für die Bewertung von öffentlichen Investitionen mit dem Ziel, den Fahrradanteil des Verkehrs zu erhöhen. Bisher wurden solche Investitionen durch Brutto-Gesundheitsnutzen von Fahrradfahren bewertet, aber dies berücksichtigt die Tatsache nicht, dass Fahrradfahren eine Wahl und somit nicht exogen gegeben ist. Unsere Methode fokusiert explizit auf die internen Kosten der Fahrradfahrens und erlaubt somit eine ökomomisch konsistente Bewertung der anfallenden Nettonutzen. Wir wenden unsere Methode auf 8 Schweizer Städte an und verwenden Daten vom Mikrozensus Verkehr. Die empirischen Resultate implizieren, dass Fahrradfahrer die Gesundheitsnutzen internalisieren und diese Nutzen somit nicht als Netto-Benefits ausgewiesen werden dürfen. Zusätzlich fallen aber inframarginal Nutzen an, die mit herkömmlichen Bewertungsmethoden nicht erfasst werden. Auf Grund der schlechten Datenlage (für Fahrrad-relevante Forschung allgemein), können die Resultate aber nicht direkt für Verkehrsplanung verwendet werden; die hauptsächliche Kontribution unseres papers ist methodisch.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Redner/-in

Beat Hintermann

Universität Basel

Paper zur Präsentation in englischer Sprache (als PDF, 278 KB)

Termin

31.01.2013 | 16:00 - 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

ZEW, L 7,1 D-68161 Mannheim

Raum

Hamburg

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