Das vorgestellte Paper liefert neue Erkenntnisse über die Effizienz und Auswirkungen von Investitionen in Schulgebäude sowohl auf Schüler/innen als auch auf die Nachbarschaft. Dabei werden Daten zum Bau neuer Gebäude mit administrativen Schüler- und Immobiliendaten im Los Angeles Unified School District (LAUSD) verknüpft. Im Rahmen des größten öffentlichen Schulbauprogramms in der Geschichte der USA hat der LAUSD seit 1997 Hunderte von Schulen erbaut und renoviert. Anhand einer Ereignisstudie, die quasizufällige Variationen im Zeitpunkt des Baus neuer Einrichtungen sowie ein Wohnraumzuweisungsinstrument nutzt, wurde gezeigt, dass dieses Programm sich sehr positiv auf die Leistungen der Schüler/innen in den Fächern Mathematik und Englisch sowie auf die Anwesenheit auswirkt. Diese Effekte sind nicht etwa auf Veränderungen der Klassengröße, der Klassenzusammensetzung, der Lehrkräfte oder der Schulleitung zurückzuführen, sondern auf eine höhere Qualität der Einrichtungen und in geringerem Maße auf die Verkleinerung der Klassen. In Stadtteilen, in denen neue Schulen errichtet wurden, stiegen die Hauspreise um sechs Prozent. Anhand eines Modells der Wohnstandortwahl wurde geschätzt, dass für jeden Dollar, der für Schuleinrichtungen ausgegeben wird, die Summe der Wohnungswerte und des Einkommens der Anwohner/innen um 1,64 Dollar steigt, wobei davon nur 22 Prozent auf Bildungsvorteile des Programms zurückzuführen sind. Die Wohnpreisaufwertung durch Bildungsvorteile deckt die meisten, aber nicht alle der implizierten zukünftigen Einkommenssteigerungen ab.

Redner

David Schönholzer

Stockholm University, Schweden

Standort

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Termin

07.11.2019 | 14:00 - 15:00

Veranstaltungsort

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

L 7, 1 68161 Mannheim

Raum

Heinz-König-Hall

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Researcher