Ein in der politischen Diskussion eingesetztes Argument für Maßnahmen der Sicherung der Fachkräftebasis lautet, dass durch fehlende Arbeitskräfte bei einer demografisch bedingt rückläufigen Bevölkerung im erwerbfähigen Alter vorhandene Wachstumspotenziale nicht realisiert werden können. Die Aufgabe der Kurzexpertise ist es, die Wertschöpfungseffekte, die mit einem mehr oder weniger großen Arbeitskräfteangebot bis zum Jahr 2025 verbunden sind, aus makroökonomischer Perspektive zu quantifizieren. Die bei einer größeren Anzahl von Fachkräften erzielte zusätzliche Wertschöpfung kann als Maß für die Wohlfahrtsgewinne dienen, die mit einer Politik zur Sicherung der Fachkräftebasis erzielt werden können. Um die Wertschöpfungspotenziale der Fachkräftesicherung abzuschätzen, werden mit einem makroökonomischen Modell die volkswirtschaftlichen Entwicklungspfade, die sich bei unterschiedlichen Entwicklungen des Arbeitskräfteangebots ergeben, vorausberechnet und verglichen.