In der globalen Wirtschaft stehen Staaten weltweit vor der Aufgabe, eine faire Besteuerung von Konzernen durchzusetzen. Die OECD hat Lösungen für dieses Problem vorgeschlagen. Die Pläne der OECD sehen vor, Teile der Konzernumsätze dort zu versteuern, wo sie erlöst werden, und eine globale Mindeststeuer mit weitreichenden Abzugsverboten für grenzüberschreitende Transaktionen einzuführen. Jüngst haben sich die G20-Staaten auf diese Maßnahmen geeinigt und wollen dabei einen globalen Mindeststeuersatz von mindestens 15 Prozent. Dieser bleibt jedoch unter dem schon heute in vielen Ländern vorhandenen Steuerniveau.

Ein Glas mit Kleingeld steht auf einem Regalbrett.
Anstatt auf komplexe Steuerreformen könnte der Gesetzgeber auf das einfache und effektive Mittel der Mehrwertsteuer setzen, meint ZEW-Präsident Achim Wambach, PhD.

„Bei der Fiskalpolitik gilt es, den richtigen Weg zu finden, um den produktiven Standortwettbewerb zwischen den Staaten zu sichern. Mit den komplexen Reformen wird sich am Status quo aber wenig ändern. Dabei übersehen die Vorschläge das einfache und effektive Mittel der Mehrwertsteuer. Diese setzt dort an, wo das Produkt oder die Dienstleistung konsumiert wird. Dadurch bietet sie die Möglichkeit, gleichzeitig mehr Steuern einzunehmen und einen fairen Wettbewerb zu sichern. Die kommende Bundesregierung sollte deshalb die bestehende Lücke bei der Mehrwertsteuererhebung schließen und sie auch auf digitale Dienstleistungen durchsetzen“, sagte ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach PhD.

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26.08.2021

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