Das Statistische Bundesamt hat heute eine erste Schätzung zum Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2020 veröffentlicht. Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmens-besteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“ am ZEW Mannheim, erklärt dazu:

Prof. Dr. Friedrich Heinemann zur BIP-Schätzung des Statistischen Bundesamtes.
Der ZEW-Ökonom Prof. Dr. Friedrich Heinemann kommentiert die neuste Schätzung des Statistischen Bundesamtes. Dabei sieht er die Minus 5,0% als Erfolg und betont das positive Abschneiden auf europäischer Ebene.

„Minus 5,0 Prozent sind für die BIP-Entwicklung 2020 als Erfolg zu werten. Deutschland hat 2020 zwar eine schwere Rezession erlebt, ist aber im europäischen Vergleich bislang recht glimpflich durch die globale Rezession gekommen. Andere EU-Volkswirtschaften sind zweistellig abgestürzt. Die gute finanzielle Situation des Staates aber vor allem auch die Widerstandskraft der Unternehmen und deren umsichtiges Pandemie-Management haben das Land vor Schlimmerem bewahrt. Die Rezession war sogar etwas milder als im Jahr der Finanzkrise 2009. Und die Chancen stehen gut, dass die Erholung schneller verläuft als damals. Neben einer raschen Durchimpfung der Bevölkerung setzt dies jedoch voraus, dass die Fabriken weiter produzieren können. Die Diskussion um eine Ausweitung des Lockdowns in Richtung Wirtschaft birgt daher Risiken.“

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14.01.2021

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