Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen im August 2020 gegenüber dem Vormonat wieder deutlich an, nachdem sie im Juli leicht zurückgegangen waren. Die Konjunkturerwartungen liegen aktuell bei 71,5 Punkten. Dies sind 12,2 Punkte mehr als im Juli. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich geringfügig verschlechtert. Der Lageindikator beträgt in der August-Umfrage minus 81,3 Punkte und liegt damit 0,4 Punkte unterhalb des Vormonatswertes.

Auch im August steigen die ZEW-Konjunkturerwartungen im Vergleich zum Vormonat Juli um 12,2 Punkte an.
Trotz insgesamt geringfügiger Verschlechterung der Konjunktureinschätzungen, steigt die Erwartung im August 2020 wieder deutlich an.

„Die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturbelebung ist wieder größer geworden, die Lageeinschätzung verbessert sich bisher allerdings nur schleppend“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D, die aktuellen Erwartungen. „Die Einschätzungen zu den Branchen zeigen, dass die Expertinnen und Experten von einer breiten Erholung vor allem der binnenwirtschaftlichen Sektoren ausgehen. Anlass zur Vorsicht geben jedoch die nach wie vor sehr schlechten Ertragserwartungen für die Bankenbranche sowie die Versicherer mit Blick auf das kommende halbe Jahr“, zeigt sich Wambach besorgt.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten und Finanzmarktexpertinnen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone steigen um 4,4 Punkte. Der Erwartungsindikator für das Eurogebiet liegt damit in der August-Umfrage bei 64,0 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sinkt um 1,1 Punkte auf einen Wert von minus 89,8 Punkten.

Ausführliche Informationen und Studien zu den ZEW-Konjunkturerwartungen sowie die Veröffentlichungstermine 2020 (als PDF-Datei, 24 KB) und die historische Datenreihe (als Excel-Datei, 81 KB).

Mehr zu Achim Wambach bei Twitter: @AchimWambach

Datum

11.08.2020

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